Sonntag, 30. Juni 2013

ein kleines bisschen Freizeit

Immer dieser Stress. Um der Uni ein bisschen zu entkommen und meine Gedanken auf die schönen Dinge im Leben zu lenken, habe ich meine eigenen Methoden. Da wären Gesellschaftsspiele, viele, viele von ihnen! (Ihr erinnert euch?) 


Meine Eltern sind ja die Besten und haben mich eingeladen mit ihnen in das Musical "My fair lady" nach Köln zu gehen. Und da ich zum einen Musicals liebe und zum anderen das Thema in "My fair lady" die Sprache ist, war die Vorfreude riesig. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Schauspieler, Sänger und Tänzer waren allesamt großartig. Das I-Tüpfelchen war das Bühnenbild, atemberaubend und spektakulär, wie ich es noch nie zu vor gesehen habe. Ein Musical für alle Sinne. Von diesem schönen Erlebnis werde ich die nächsten Wochen zehren, bis die Semesterferien beginnen.
Und für alle, die von dem Musical noch nie was gehört haben, eine kleine Kostprobe (im Film mit Audrey Hepburn).
In diesem Sinne eine grüne Woche. Winke, winke sinny.

Dienstag, 25. Juni 2013

Studieren.

Wie ihr bereits in den letzten Einträgen erahnen konntet (vor allem in der Tatsache, dass zwischen diesen Einträgen immer viel Zeit verging) bin ich derzeit völlig in mein Studium eingetaucht. Und da dachte ich mir, hach lasse ich die Welt mal teilhaben. Nicht an der Thematik, die zweifelsfrei nicht jedermann so begeistert wie mich, sondern an der Liebe und Passion zum Studium.
Die Handwerkskammer hat ja so ihre Probleme mit der Suche nach Auszubildenden und deswegen ein Werbeprojekt in die Wege geleitet, das dem Abhilfe bringen soll. Mein Lieblingsspruch ist "Mach erstmal was richtiges - studieren kannst du später noch." Herzlichen Dank für das aufgreifen des alten Klischees. Meine Sorge: solche Werbeaktionen unterstützen die Eltern, die die Chancen des Studiums für ihre Kinder noch nicht begriffen haben - und genau diese Eltern reden dem Kind dann das Studium aus, anstatt es zu unterstützen.
Warum ich denke, dass ein Studium viele Chancen bereithält? Nicht wegen den Karrieremöglichkeiten, ich meine das ist sicherlich relevant für Mediziner, Juristen oder Techniker. Als Geisteswissenschaftler wird einem grundsätzlich eine Karriere als Taxifahrer vorausgesagt. Und dabei kann ich nicht so toll parken und bin auch in stressigen Verkehrssituationen schnell mal überfordert. Klingt nicht nach rosigen Aussichten. Dennoch kann man sicherlich auch als Geisteswissenschaftler berufliche Erfolge meistern, man muss sich nur reinhängen.
Dann gibt es auch noch die Partys und die viele Freizeit die Studenten glücklicherweise haben. Tatsache ist, dass ein Studium, wenn man es richtig angeht, nicht so wahnsinnig viel Freizeit mit sich bringt. Das die Veranstaltungszeiten kürzer sind, als ein Arbeitstag einer Vollzeitkraft stimmt natürlich. Aber im Studium lernt man etwas anders: Verantwortung für sich selbst, Selbstmanagment und Organisation. 
Deine Arbeiten musst du selbst schreiben und zwar eigenständig. Keine vorgefertigten Fragen auf die es eine richtige Antwort gibt. Du musst die Frage stellen und die Antwort begründen. Du musst entscheiden, ob die Hausarbeit an einem Tag oder innerhalb von drei Monaten gefertigt werden soll. Du entscheidest, welche Veranstaltungen dich interessieren und wann du sie besuchen willst. Ein Studium fördert das eigenständige Handeln und Denken enorm. Du musst deine Entscheidungen verantworten, wenn du zu langsam oder faul bist, musst du länger studieren.

Das Studium hilft dabei Mensch zu werden. Ich habe neben einer riesigen Portion Wissen über die Schrift, Sprache und Literaturwissenschaft vor allem mich selbst kennengelernt. Ich liebe mein Studium, auch wenn ich auf der nächsten Familienfeier immer noch keine Antwort auf die allseits beliebte Frage: "Und, was wird man damit?" geben kann. Aber das ist mir schnuppe, immerhin bin ich jung, meine Zukunft liegt vor mir und eine Antwort geht dann doch immer: "Damit kann ich alles machen." Stimmt einfach. Was davon ich auswähle bleibt abzusehen. 
Mein Plädoyer: "Geht erstmal studieren - arbeiten könnt ihr später noch!"
In diesem Sinne, winke, winke eure sinny.

Samstag, 22. Juni 2013

Spielezeit

Heute möchte ich euch eine neue Facette an mir präsentieren: ich bin süchtig nach Spielen. Nicht pokern, kein Geldverlust, ich rede von Gesellschaftsspielen. Mein Freund, der mich glücklicherweise bei allem unterstützt versorgt mich regelmäßig mit neuem Spielspaß. So häufen sich die Spiele unter meinem Schreibtisch (es hat sich noch kein besserer Platz gezeigt) und das möchte ich zum Anlass nehmen euch ein paar meiner Lieblinge vorzustellen:

1. Das bunte Kartenspiel: Phase 10 - Master
eignet sich für: 2-6 Mitspieler (je mehr es sind, desto länger dauert das Spiel)
Art des Spiels: Kartenspiel
Ziel: eine vorgegebene Kartenkombination möglichst als erster legen
Knobelfaktor: 5/10
Glücksfaktor: 6/10
Spaßfaktor: 9/10
Nachteil: kann Teilweise sehr lange dauern, außerdem verscherzt man es sich wenn man Pech hat mit dem ein oder anderen Mitspieler

2. Der Gesellschafts-Hit: Activity
eignet sich für: 3-16 Spieler (erst ab 4 beginnt es Spaß zu machen)
Art des Spiels: Gesellschaftsspiel
Ziel: mit deinem Partner (oder deiner Gruppe) die gesprochenen, gemalten oder pantomimisch dargestellten Begriffe möglichst schnell erraten
Knobelfaktor: 8/10 (wenn es knobelig ist das gezeigte zu erraten)
Glücksfaktor: 2/10
Spaßfaktor: 10/10
Nachteil: die Runden sind immer viel zu schnell vorbei, außerdem entstehen ständig peinliche Situationen, was aber nicht schlecht sein muss

3. Der Knobelspaß: Ubongo
eignet sich für: 2-4 Mitspieler
Art des Spiels: Legespiel
Ziel: geometrische Formen stimmig ineinander legen - schneller als die anderen
Knobelfaktor: 10/10
Glücksfaktor: 1/10
Spaßfaktor: 8/10
Nachteil: mir wird immer wieder bewusst das räumliches Vorstellungsvermögen bei mir nicht großartig vorhanden ist


4. Das tödliche Spiel: black stories (5)
eignet sich für: 2 oder mehr Spieler
Art des Spiels: Rätsel
Ziel: löse den Todesfall
Knobelfaktor: 8/10
Glücksfaktor: 6/10
Spaßfaktor: 10/10
Nachteil: du lernst die dunkle Seite in dir kennen...

4. Der Neuzuwachs: Carcassonne (Big Box)
eignet sich für: 2-6 Mitspieler
Art des Spiels: taktisches Legespiel
Ziel: erbaue eine Stadt und sammel dabei viele Punkte
Knobelfaktor: 9/10
Glücksfaktor: 8/10
Spaßfaktor: 10/10
Nachteil: gibt es nicht, das Spiel, das zunächst unscheinbar wirkt ist direkt in die Liste der allerliebsten Klassiker vorgerückt, jedes Spiel ist anders und durch die Zusatzerweiterung hat man jede Menge Kombinationsmöglichkeiten
Carcassonne begeistert mich so endlos, dass ich mich auch jetzt wieder dem Spiel hingeben werden und mich deshalb von euch verabschiede. Wenn ich also mal wieder für einige Tage abtauche wisst ihr jetzt was ich mache. Winke, winke und einen schönen Sonntag. Eure sinny.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Hessen, Party, Spaß

Ich melde mich endlich mal wieder aus meinem Sumpf von Hausarbeiten, Seminarleitungen, Thesenblättern, Gruppenarbeiten und Büchern, die gelesen werden müssen. Letztes Wochenende habe ich mich freigeschaufelt und bin mit Papa und Freund ins schöne Thüringen gefahren um das erreichen des vierten Lebensjahres meiner Nichte zu zelebrieren.
Die Hinfahrt erwies sich als starke Nervenprüfung. Und das unerwarteter Weise in Thüringen. Meine Eltern und ich hegen, seit die 500 km zwischen uns und dem Rest der Familie liegen, einen enormen Hessenhass. Und das aufgrund der Autobahnen. Dort stehen nämlich ganz viele Schilder auf denen lustige Angaben wie 100 (wenn es Berg runter geht) und 120 (Berg hoch). Es sei denn es taucht eine Baustelle auf, die bevorzugt mit Kinderbildern unterstrichen werden. Dann ist nur 60/80. 
Lange Rede, kurzer Sinn, Hessen war diesmal (zumindest auf der Hinfahrt) nicht der Ort des Übels. In Thüringen tauchten sieben(!!!) Baustellen auf, bei jeder gab es einen Stau inclusive und gekrönt wurde das ganze mit einem zwölf Kilometer Stau, kurz vorm Ziel.
Nachdem wir, etwas verspätet, ankamen, wurde es lustig. Freund und ich gingen mit meiner Cousine und ihrem Freund was trinken. Dabei waren die Drinks für mich und Cousine alkoholfrei - sie ist gefahren und ich trinke keinen Alkohol, weil er ekelig ist. 
Samstag war dann der Partytag und bevor es losging zog ich noch durch die Stadt und machte Fotos (just for you!)
mein absolutes Lieblingsgebäude - die Orangerie
Traumhaus (es war schöner vor der Renovierung)
Natur/Stadt-Bild
die Natur holt sich die Stadt zurück
ich und die Straße, die zum Markt führt,
ich schaue übrigens direkt auf meine ehemalige Schule
Die Feier selbst war toll. Was gibt schöneres als mit Kindern spielen, spazieren gehen (mit Kindern, Hund und der ganzen Familie) und lecker gegrilltes Essen? Richtig, nichts! Deshalb habe ich den Tag auch sehr genossen. Den ganzen Stress konnte ich dabei auch vergessen.
Am nächsten Tag hatte ich den absoluten Muskelkater. So blieb mir das Wochenende noch ein paar Tage in Erinnerung. Die Rückfahrt war ein Highlight für sich. Diesmal zeigte Hessen wieder sein wahres Gesicht, aufgrund einer unzureichenden Umleitung sind wir einmal quer durch hessische Hinterland gefahren. Dann hat es in strömen geregnet. Schlussendlich hat das Auto aufgegeben und ist nicht mehr schneller als 100 gefahren (wenn es abwärts ging). War also eine sehr spannende Fahrt. 

Das Wochenende alles in allem war wunderbar und ich freue mich schon auf das nächste Mal (Anfang August). Jetzt verabschiede ich mich wieder in mein Papierkram und wünsche allen ein schönes Wochenende. Winke, winke sinny.

Dienstag, 4. Juni 2013

Spargelzeit

Es wird mal wieder Zeit für einen kulinarischen Beitrag. Nach der langen Wartezeit habe ich mich jetzt dem Spargel komplett hingegeben. Es gab ihn schon ein paar mal klassisch mit Kartoffeln und Sauce Hollandais. Nun hatte Freund die grandiose Idee es mal ein neue Variante zu probieren. Als Salat mit Paprika, Reis und Honigmelone.
Spargelsalat
Zutaten (für 2 Personen): 
Spargel (500g), Reis (150g), Honigmelone (1/4), Paprika (1), Naturjoghurt (150g), Gewürze

Spargel und Reis vorkochen. Beim grünen Spargel das untere drittel abschneiden, der Rest muss nicht mehr geschält werden. Währenddessen die anderen Zutaten klein schneiden. Den Joghurt nach belieben würzen (Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Kräuter). Den Reis und den Spargel nach dem kochen kalt abschrecken. Dann alle Zutaten vermengen. Guten Appetit.


Sonntag, 2. Juni 2013

Konzertstimmung

Hallöchen Freunde des Punks in seiner abgeschwächten Form,
ich war gestern auf einem supertollen "Die toten Hosen" Konzert. Ich kenne die Kritiken - die Band sei zu alt, habe die ursprünglichen Werte verraten, bla bla bla. Ich bin Fan und das schon seit langem. Und als klar war, dass ich zum Konzert nach Bochum fahren kann, habe ich meinen alten DtH-Pulli aus dem Schrank geholt und war in glücklicher Vorfreude. Als sich dann noch herausgestellt hat, dass es am Tag des Open-Air-Konzerts nicht regnet, war die Stimmung auf dem Höhepunkt.
Aber eins nach dem anderen. Die toten Hosen höre ich schon seit Ewigkeiten gern, mal mehr mal weniger. Es kam die Punkzeit, oder wie Freund sie immer nennt "möchte-gern-Punk-Zeit", in der nur die Bands cool waren, die ihr Leben komplett dem Punk gewidmet haben, soll heißen: ausufernder Alkoholkonsum, ANARCHIE!, Musik die eher einem lauten Schrei ähnelt und nicht selten unverstehbar war, sowie definitiv ein Iro auf dem Kopf. Das habe ich ja ganz gut überstanden, obwohl ich noch ab und an einige von den Bands höre, hach schöne Jugendzeit.
Tickets, grünes Bändchen und Konfetti
Dann streute sich mein musikalischer Geschmack und ich hörte auch wieder die Hosen. Und dann das Konzert. Mein zweites (ich war schon zu Weihnachten).
Diesmal standen wir total weit vorn, weil wir schon extrem früh da waren und bekamen tolle grüne Bändchen, als Eintrittsmöglichkeit in die ersten Reihen. Und weil wir schon so früh da waren hatten wir auch Gelegenheit den Auswürfen der Vorbands zuzuhören. Da waren zwei so lala Bands dabei uuuuuund: Royal Republic. Eine schwedische Rockband die ich sofort in mein Herz schloss. Obwohl der Sänger ausgesprochen viel gespuckt hat auf der Bühne, aber was wäre das Leben ohne Macken? Hier mein absoluter Lieblings-/ Ohrwurmsong:

Ich liebe es! Die Hauptband war natürlich super, und was gibt es romantischeres als in den Armen des Gebliebten "Alles aus Liebe" mitzugröhlen? Auf die blauen Flecke wegen dem vielen ungewollten gepoge warte ich noch.

Einen schönen Start in die nächste Woche, winke, winke sinny.