Freitag, 23. August 2013

paris #2

Ich habe lange überlegt, wie ich die Erlebnisse und das Gesehene beschreiben sollte. Zur Auswahl standen die Beschreibung der einzelnen Tage oder die Unterteilung des Urlaubs in Kategorien. Ich habe mich für die Tage entschieden, denn so kann ich euch Paris zeigen, wie ich es erlebt habe, außerdem vergesse ich so nichts.
Alles hat mit der Hinreise angefangen. Die haben wir mit dem Thalys bestritten. War eigentlich eine sehr kurzweilige Fahrt, denn es war früh (es ging um sechs los) und ich habe einige Zeit verschlafen. Einziger Nachteil: die Klimaanlage war auf gefühlte 5°C gestellt, sodass es ein wenig frisch war. Dagegen hat ein zweiter Pulli aber super geholfen (ich bin aber auch eine Frostbeule).
Dann waren wir endlich da: Paris, Gare du nord.
jaaa endlich daaa
Dann sind wir zu unserem Hotel gelaufen (es war nicht weit, aber schön gelegen und wir hatten ein Zimmer hinten raus, so konnten wir sogar mit offenem Fenster schlafen!) und von dort aus haben wir eine erste Erkundungstour gemacht. Dabei zur Seite stand uns immer (jeden Tag) der Paris-Reiseführer von ADAC. Ich habe ihn zum Geburtstag von einer sehr lieben Freundin geschenkt bekommen. Er und die dazugehörige Karte haben uns die Reise so sehr erleichtert. Ich kann ihn nur jedem Reisewilligen sehr ans Herz legen. Alles Sehenswerte ist darin verzeichnet. Das hilft vor allen bei der Standort Frage enorm! Das erste riesige Gebäude, das wir gesehen haben, war die Oper, ein richtig schönes Bauwerk. Wir haben Fotos von allen Seiten, Ecken und Enden gemacht. Ich war auch im Geschenkshop und habe Tütüs und Haarbänder und Kettchen und quasi alles was ein kleines Prinzessinenherz höher schlagen lässt gesehen.
Opéra - eins von vielen Bildern
Jetzt folgt eine kleine Anekdote: Warum wollte die sinny überhaupt nach Paris? Zum einen liest sie gern die romantischen Romane von Barreau (berichtet habe ich hier und hier) und in denen wird Paris quasi als Dreh und Angelpunkt der Liebe beschrieben (zumindest kommt es mir so vor). Zum anderen war sie mal mit Freund in der Überraschungsvorstellung (sonst wäre Freund nie nie niemals in so einen Film mitgekommen!) in Midnight in Paris. Eigentlich mag ich Woody Allen nicht besonders. Das könnte daran liegen, dass in dem ersten Film, den ich von ihm gesehen habe, irgendwie Sodomie thematisiert wurde. Nicht so mein Fall. Aber Midnight in Paris war absolut toll und romantisch und witzig und hatte eine Menge Charme, auch, oder besser, gerade wegen der Stadt. (An alle die ihn noch nicht gesehen haben: unbedingt nachholen!) Jedenfalls heißt es in dem Film, dass Paris im Regen am schönsten ist. Und, hier endet die Anekdote, ich kann euch nun sagen: es stimmt nicht. Paris ist, wie jede andere Stadt, einfach nass wenn es regnet und wirkt bei Sonnenschein viel freundlicher.
das Regenbeweisfoto
Es hat aber nur einmal kurz geregnet, wahrscheinlich um mir nur eben zu zeigen, dass ich mich über die Sonne freuen sollte. Dann ging es weiter, ein bisschen ziellos für Außenstehende, wir haben es aber sehr genossen. Zu meiner Freude sind wir sogar am Präsidentenpalast vorbeigekommen.
da standen einige Soldaten: vielleicht gab es ja großen Besuch?
Weiter ging es Richtung Saine vorbei am Grand Palais.
der Grand Palais von der Seite
Dann durch ein kleines Viertel mit einem bezaubernden Springbrunnen auf der Kreuzung, der mein Herz im Sturm erobert hat.
ist das nicht wunder-wunder-wunderschön?
Dann kam ein kleines Highlight: ich habe den Eifelturm gesehen. Zwar erstmal nur aus der Ferne, aber das konnte meine Euphorie nicht mindern. Ich muss gestehen, dass ich ein kleines bisschen Angst hatte, das wir aus irgendwelchen Gründen nicht dazu kommen dieses einzigartige Gebilde zu sehen. Also habe ich bei der Entdeckung erstmal einen freudigen Schrei gemacht.
das erste Mal gesehen <3
An der Saine entlang ging es Richtung Pont Alexandre III. Warum ich diese Brücke umbedingt sehen wollte? Auch das hängt wieder mit Barreau zusammen (ich glaube mein Weltbild ist zu sehr von romantischen Romanen geprägt). In seinem letzten Werk spielt die Brücke eine wichtige Rolle. Und ich muss sagen, es ist wirklich ein besonderer Ort. Und ich hatte auch meinen eigenen kleinen romantischen Moment (danke Freund).

auf der Brücke gibt es sehr viel Schnörkel und Gold
und außerdem eine richtige tolle Aussicht
Schon ein wenig ausgezehrt von den vielen laufen ging es danach in eine Patisserie. Und hier hätte ich mich für immer einnisten können. Durfte ich aber leider nicht, deshalb habe ich mir nur eine (oder vielleicht zwei, drei) Leckereien ausgesucht.
Törtchen <3
und gaaaanz viele Macarons,
ich mag besonders, dass sie so farbenfroh sind
Nachdem wir gesättigt waren und uns noch ein bisschen weiter Fluss abwärts bewegt hatten sind wir in unser Hotel gefahren. Mit der Metro. Ich finde das System in Paris super genial und dank meiner tollen Metro-Karte, die ich von der netten Frau am Schalter bekam, haben wir uns auch immer zurechtgefunden.
Metro-Station, immer gut erkennbar
Am Abend war ich totmüde. Die ganzen Eindrücke haben mich schon ein wenig platt gemacht. Es war ein wirklich toller erster Tag. Morgen kommt die Fortsetzung.

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