Sonntag, 25. August 2013

paris #3

So das mit gestern war ja wohl nichts, ich hatte einfach keine Zeit. Dafür folgt heute ein weiterer Paris-Teil, und wenn ich gaaaaanz viel Lust und Laune habe schicke ich heute Abend vielleicht schon den nächsten nach, wer weiß?
Der zweite Tag in Paris war besonders aufregend für klein-sinny.
Angefangen hat der Tag vor dem Louvre. Denn bevor es rein ging mussten wir erstmal anstehen. Aber es hat sich gelohnt. Eigentlich bin ich kein Museumsgänger, vor allem Kunst ist nicht besonders spannend in meinen Augen. Schön, ja, aber nicht spannend. Doch ins Louvre wollte ich unbedingt, das gehört für mich zu einem Parisurlaub dazu. Und so standen wir vor dem berühmten Dreieck rum.
Steh ich im Wasser?
 Dann ging es hinein, und ich als kleines unter 25 jähriges Mädchen dürfte sogar kostenlos ins Museum. Diese unter 25 Jahre kostenlos Geschichte gilt übrigens für fast alle Sehenswürdigkeiten und Museen in Paris, was eine echte Entspannung für unsere Geldbörse im sonst eher teueren Paris war. Wir haben uns direkt in Richtung Mona Lisa aufgemacht (das war vielleicht ein bisschen der Grund weshalb ich überhaupt ins Gebäude wollte) und hatten damit die gleiche Idee wie gefühlte 1000 andere Menschen. Deshalb hatte das Museum anfangs eher Bahnhofsflair. Aber von einem richtig schönen Bahnhof.
sehr voll.
 Die Reise hat sich gelohnt. Mit Mühe und Geduld und Bauch einziehen haben wir es vor zur Mona Lisa geschafft. Und ich fand ihr lächeln wirklich bezaubernd. (Freund hat gesagt, dass das Bild überbewertet ist. Tssss.)
aus erster Reihe
 Danach sind wir in die weniger besuchten Bereiche übergeschwenkt. Dort war die Atmosphäre wesentlich angenehmer. Und es gab auch einiges zu bestaunen.
Mich erinnert der Kopf an eine Comicfigur, jemand ähnliche Assoziationen?
soooo süß! ein kleiner frecher Amor <3
 Weiter ging es zu meinem absoluten Highlight, den Napoleon Räumen. Leicht opulent könnte man meinen. Vor allem die dezente Tapete habe ich in mein Herz geschlossen.
Wer wohl den Kronleuchter entstauben muss?
ein kleiner gemütlicher Empfangsraum,
wie er in jedem guten Haushalt vorhanden sein sollte
 Nach einigen vielen Stunden und mit knurrendem Bauch haben wir das Museum verlassen um Richtung Saine-Inseln zu gehen. Als erstes stand die größere der beiden auf dem Plan. Sie ist vor allem wegen dem Notre Dame populär. Diese Kirche wurde übrigens erst nach Beendigung des Glöckners von Notre Dame fertig gestellt.
von der Seite
An dieser Stelle fällt mir auf, dass ich auf jedem Foto die gleiche Pose einnehme. Hoffentlich ändert sich das wieder. Danach sind wir gefühlte 5 Mal um den Palast der Justiz gelaufen bis wir den Eingang zur Conciergerie gefunden haben. Ich wollte da unbedingt rein und Freund hat nachgegeben. Dadrin wurden die Gefangenen der französischen Revolution eingesperrt, bis sie geköpft wurden. Wir konnten uns die Zellen ansehen (beziehungsweise: wir konnten uns ansehen wie die Zellen ausgesehen haben könnten). Mega spannend. Außerdem haben wir Neues über Marie Antonette und Robespierre erfahren.
Nun folgt mal wieder eine kleine Anekdote. Als sinny noch kleiner war hat sie auch schon fleißig Fotos gemacht. Auf Klassenfahrten zum Bespiel. Und die hat sie dann ihren Eltern gezeigt und passende Beschreibungen dazu geliefert. Nur das die Beschreibungen meist nicht direkt auf das Bild bezogen waren, sondern eher um das drumherum, was links und rechts davon war. Meine Eltern hatten meistens großen Spaß daran und ich habe im Laufe der Zeit versucht auch das zu fotographieren, was ich später erläutern will. Nur gelingt mir das noch nicht immer. Und die Moral von der Geschicht: ein passendes Foto gibt es nicht.
das einzige Foto das wir in der Conciergerie gemacht haben,
meine Hände sind die Schlangen der Meduza.
Ich war ein bisschen übermüdet und zu lange in der Sonne,
glaub ich.
Der Palais de Justice von außen.
Nachdem die große Insel ausreichend bewundert wurde, haben wir uns der kleineren von beiden zugewandt. Dort soll es nämlich das beste Eis von Paris geben. Berthillon macht legendäre Sorbets und als wahrscheinlich einzige Eisdiele der Welt im August Ferien. Deshalb musste wir auf eine der benachbarten Eisdielen umschwenken (die aber alle das Eis von Berthillon verkaufen!) und haben dort Mariellen-Sorbet für fluffige drei Euro probiert. (Habe ich schon erwähnt das Paris wirklich nicht billig ist?)
Eis, Eis baby! Es war lecker, aber keine drei Euro wert.
Der krönende Abschluss des Tages war der Besuch bei DEM Wahrzeichen Paris'. Wir waren auf dem Eiffelturm!

Eigentlich war der Plan ja, dass wir nach oben fahren. Aber wir haben uns an die falsche Schlange gestellt und als wir das endlich festgestellt haben, hatten wir auch keine Lust mehr uns nochmal neu anzustellen. Es ist ja auch nicht so, dass wir faul sind, das eigentliche Problem dieser Aktion war, das ich ein kleines Höhenproblem habe. Aber es war nicht so schlimm wie erwartet. Nennen wir es Schocktherapie. Ich war jedenfalls mächtig stolz.
zu Fuß nach oben, das hält fit!
 Der Ausblick war sagenhaft. Paris ist eine wunderschöne Stadt und zeigt sich von oben ganz in weiß.
hier sieht man den Invalidendom
der Montmartre mit der Sacré-Coeur

der Blick von der zweiten Aussichtsplattform nach oben
 Irgendwann hat alles ein Ende, sodass wir nach einiger Zeit dem Eiffelturm den Rücken kehren mussten und Richtung Hotel gelaufen sind.
sehnsuchtsvoller Blick zurück
Ein schöner zweiter Tag geht zu Ende und mit ihm ein scheinbar ewig langer Post. Ich wünsche allen einen schönen, romantischen Sonntag. Mein Plan für heute: Kühlschrank abtauen, jippi!

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