Samstag, 12. Oktober 2013

Im Paradies oder so.

Wo ist der Ort an dem eine kleine Geisteswissenschaftlerin am wohlsten fühlt?
Handy-Aufnahme erklärt schlechte Qualität
Erkennt es jemand an dem Bild? Richtig: ich war auf der Frankfurter Buchmesse, gestern, an einem Fachbesucher-Tag, weil ich ja eine Germanistik-Studentin bin. Worauf ich an diesem Tag auch ein bisschen stolz war.
Wie kam es dazu? Frankfurt ist ja nun nicht gerade um die Ecke. Das erklärt, weshalb ich in den letzten Jahren noch keine Gelegenheit hatte die Buchmesse zu besuchen. Meine Uni hat dieses Jahr einen Bus und Sponsoren organisiert, sodass ich und einige meiner Kommilitonen für nur wenig Geld nach Frankfurt und zurück chauffiert wurden. Vorteil: es war günstig und relativ stressfrei. Nachteil: wir hatten leider nur wenig Zeit, da wir gegen halb 12 Uhr erst in den Hallen waren und die Rückfahrt schon auf 17 Uhr angesetzt war.
Was gibt es denn alles zu entdecken? BÜCHER! Sooooo viele. Mein Herzchen hat mehrmals einen Purzelbaum geschlagen (vor Freude). Alle großen und kleinen Verlage waren vor Ort. Von Belletristik und Sachbuch über Kochbuch und Bastelbücher bis zu Kinderliteratur und Comics war alles vertreten. Ich persönlich habe mich vor allem an die Belletristik gehalten, Kochbücher und Bildungsliteratur habe ich aber auch genauer betrachtet. Dann gibt es noch eine riesigen Außenbereich, der gestern aufgrund des Regenwetters ziemlich leer war. Dort kann man Vorträgen lauschen oder sich gemütlich auf ein Sitzkissen werfen und lesen (prall gefüllte Bücherregale standen neben den Sitzmöglichkeiten). Leider blieb mir dafür keine Zeit sodass ich nur ein bisschen gestöbert habe und dann weiter gezogen bin. Desweiteren gab es eine große Auswahl an Vorträgen, Autogrammstunden, Interviews etc.
Wie sah dein Tag aus? Ich habe mich durch die Belletristik gearbeitet, meine Leseliste ist ins unendliche gewachsen. Ich konnte sehr viele Leseproben und Verlagsvorschauen ergattern, sodass die Liste niemals aufhört zu wachsen. In der Kochbuchabteilung habe ich Johann Lafer kochen gesehen. Von der Uni war noch ein Vortrag der C.H.Beck Druckerei und Hoffmann und Campe geplant. Dort wurde vor allem die Herstellungsprozesse von Büchern erklärt, außerdem gab es einige Tipps zum richtigen Umgang mit Büchern und meinen einzigen Kulli, den ich von der Messe mitgenommen habe. Ich habe mir außerdem eine Podiumsdiskussion zum Thema "Analog oder Digital. Die Zukunft des Schulbuches". Dort war besonders auffällig, dass es kein Kulturpessimismus gab. Auf der ganzen Messe nicht. E-books wurden angeboten waren aber für die Besucher nicht von größeren Interesse als das gedruckte Buch.
Und gab es ein Highlight? JA! Ich habe Sven Regener gesehen. Für alle denen der Name nichts sagt: Er ist Buchautor und (viel wichtiger!) Mitglied der Band Element of Crime. Eine meiner Lieblingsbands. Er hat ein Interview gegeben, dem ich leider nur zur Hälfte beiwohnen konnte, weil ich dann den Bus erreichen musste. Deshalb gab es auch kein signiertes Buch.
Der Herr ist Sven Regener.
Fazit: Die Messe war großartig. Es gab so viel zu entdecken, dass ein Tag leider nicht ausreichend ist (ich habe es nicht einmal geschafft mich mit Brasilien - dem Ehrengast der Buchmesse - zu beschäftigen). Aber ich empfehle allen, die nicht in allzu großer Entfernung zu Frankfurt leben, den morgigen, letzten, Messetag zu nutzen und sich inspirieren zu lassen. Von Menschen, Medien und ganz viel Literatur.

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