Donnerstag, 7. November 2013

Wie viele Erdbeereise muss der Mensch noch essen?

Ich bin wieder hier (bei dir, bei dir, bei dir...) kennt jemand das Lied? Ist ja auch egal. Nachdem mich der letzte Monat ziemlich in Beschlag genommen hat, kehrt langsam alles zur Normalität. Die Kurse sind auserwählt, erste Referate über die Bühne gebracht und die Serie Drop Dead Diva, die mich in der letzten Woche durchweg beschäftigt hat, ist bis zum neusten Stand durchgesehen. Übrigens eine große Empfehlung. Und damit ich mal so richtig abschweife und weil ich nicht anders kann, erstmal eine kleine Beschreibung.
Es geht um ein Model, das bei einem Autounfall stirbt, an der Himmelspforte die Return-Taste drückt (ist alles wahnsinnig modern da oben!) und zurück auf die Erde kommt - allerdings nicht in ihrem Körper. Stattdessen ist sie nun eine etwas korpulentere Anwältin (glücklicherweise hat sie auch das fachmännische Wissen, das im Anwaltskörper steckt) und muss sich in ihrem neuen Leben zurechtfinden.
Ein bisschen Schade ist die Einteilung der Menschen in Dünne und Dicke - wobei sich für letztere durchaus eingesetzt wird. Das Schöne an der Serie - was mich auch dazu getrieben hat immer und immer wieder einzuschalten - sind die Charaktere. Alle sind eigenständig und ein wenig speziell, aber vor allem liebenswert (auch die "Bösen"). Und da kommen wir auch schon zu der größten Stärke der Serie. Alles wird gut. Jeder Fall wird irgendwie gelöst, es gibt keine Intrigen, die sich immer wiederholen und meine Nerven belasten. Nein, es ist einfach eine angenehme Serie, die eine Handlung aufweisen kann ohne dauerdeprimierend zu sein. Weiterempfehlung von Herzen.

So und jetzt zum eigentlichen Thema. Na wenn das Mal keine Bomben-Überleitung war, oder? Ich war letzte Woche Freitag mit Freund in der Tonhalle. Zu Element of Crime. Gibt es jemand der die Band nicht kennt? Ich kann das leider niemanden verübeln, immerhin lernte ich sie auch erst durch Freund kennen. Aber mittlerweile bin ich ein richtiger Fan. Ich kenne und liebe die meisten Songs (alle gehen wirklich nicht, ich meine die haben soooooo viele Alben rausgebracht). Jedenfalls habe ich irgendwann im Juni gesehen, dass sie in Düsseldorf spielen werden und war sofort begeistert. Freund nach einer gewissen Überredungskunst auch. Und ich habe mich wirklich auf den Tag gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die rauchige Stimme von Sven Regener, dazu Geige, Gitarre, Bass, Schlagzeug und gelegentlich Trompete. Ich lege die Band wirklich jedem ans Herz, der neben der Musik auch auf den Text achtet. Denn den kann keine Band besser formulieren (meiner Meinung nach).
Eins meiner Lieblingslieder:
Aber weil es ja langweilig ist immer nur zu schwärmen möchte ich ein paar Kritikpunkte einbringen, die sich weniger gegen Element of Crime und mehr gegen allgemeine Konzerte richtet. 
Zunächst: Warum spielen die meisten Band immer Lieder von anderen Künstlern? Das hat mich schon bei Max Raabe gestört. Ich meine die Menschen gehen in das Konzert, weil sie den Künstler mögen. Und Element of Crime sowie Max Raabe schreiben fantastische eigene Texte, die vor Wortwitz nur so strotzen. Die möchte ich gerne hören.
Zweitens: Liebe deutschsprachige Bands, ich liebe euch. Weil ihr deutschsprachig seid. Ich finde wir haben eine sehr schöne Sprache muss ich als Germanistik Studentin auch irgendwie. Ich würde mir wünschen, dass dieser Schwerpunkt auf dem Konzert erkenntlich wird und nicht acht (!) englischsprachige Lieder hören. 
Drittens: Liebe Lichttechniker, auch wenn ihr euch sicher eine fancy Show ausgedacht habt, wurden die Effekte mal aus der Perspektive des Publikums gecheckt? Wenn am Ende des Abends jemand blind ist, ist niemanden geholfen.
Und abschließend ein Appell an das Publikum: Passt euch an. Wenn ihr zum Beispiel in die Tonhalle geht, einem komplett bestuhlten Raum, bleibt sitzen. Es gibt kein Grund beim zweiten Lied aufzuspringen und wild mit den Armen zu zappeln. Und wenn ihr dann von der Aufseherin darum gebeten werdet, euch zu setzten, kommt dieser Bitte nach. Und springt nicht immer wieder aufs neue auf. Vielen Dank. Wenn wir uns das nächste Mal in einem Klub/einer Halle/ einem Stadion wiedertreffen verspreche ich euch im Gegenzug mich nicht auf den Boden zu setzen.

Ihr merkt sicher, dass da einiges in mir schlummert, was darauf wartet geschrieben zu werden. Dem werde ich in den nächsten Tagen nachkommen (zumindest versuche ich es). Winke.

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