Donnerstag, 18. Dezember 2014

Weihnachten und das Gotteshaus

Ich muss gestehen, dass ich wohl kaum als Kirchenfan durchgehe. Wobei gestehen kaum das richtige Wort sein kann, da in unserer Zivilisation kaum etwas weniger Aufsehen erregt, als Widerstand gegen die Kirche. Um folgendes zu betonen: ich habe nichts gegen das Konzept eines Gottes oder Gläubige. Es ist sogar schön, der Gedanke, dass da irgendwie mehr sein könnte. Hinter allem ein Sinn steckt. Für mich bietet das Schicksal eine gute Alternative, aber ob und an was man glaubt sollte jeder für sich klären.
Mit der Institution Kirche habe ich hingegen tatsächlich einige Schwierigkeit. Jahrzehntelange Verbrechen an der Wissenschaft und unschuldigen Menschen lassen sich nicht so leicht vergessen. Und selbst wenn ich das täte, gibt es in der nahen Vergangenheit und Gegenwart immer noch genug Praktiken, die ich einfach nicht akzeptieren kann. Ich meine Verhütungsverbot? Seriously?
Dennoch habe ich auch die guten Seiten der Kirche vor Augen. Der Bau von Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern, die Hilfe für Obdachlose oder andere Menschen in Not und nicht zuletzt das Umfeld einer sozialen Gemeinschaft für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Ja die Kirche ist in unserer Gesellschaft fest verankert und unterstützt oftmals mehr, als es der Staat allein je könnte.
Was wir der Kirche eindeutig zu verdanken haben sind Feste wie Weihnachten und Ostern. Der Geist der Weihnacht, das beieinander sein, die Liebe, Nähe und Wärme, das Fest der Familie, sind kirchliche Gedanken. Die schöne Seite von Weihnachten sozusagen. Immer wenn ich Blogs lese, oder mich einfach nur umhöre, dann heißt es: Geschenke kaufen, die Wohnung aufbretzeln, Weihnachtsstress. Ich kann mich da nicht raus nehmen.

Doch dieses Jahr ist es irgendwie anders. Ja ich habe Geschenke gekauft und ja, das hat mich kurzfristig in Stress versetzt. Aber dann wurden die Geschenke eingepackt. Liebevoll, für all die Menschen, die mir am Herzen liegen. Die Wohnung habe ich so gelassen wie sie ist, lediglich eine Kerze steht im Wohnzimmer und der selbst gebastelte Adventskranz von meiner Mama ziert die Küche. Reicht doch.
Ich freue mich dieses Jahr auf Weihnachten. Auf die Familie, die Kirche, die Spaziergänge und das fantastische Essen. Und dieses Bild funktioniert für mich das erste Mal seit vielen, vielen Jahren. Und die Kirche gehört dazu, denn ihr verdanken wir dieses Fest. Und daher versöhne ich mich mit ihr. Vielleicht nicht auf Dauer. Vielleicht nur, bis zur dritten Strophe von "Stille Nacht". Doch es reicht, um mir bewusst zu machen, was Weihnachten eigentlich ist. Das Fest der Nächstenliebe.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Operntester

Die deutsche Oper am Rhein bietet ein geniales Programm an. Es nennt sich Operntester und lädt alle Menschen zwischen 16 und 28 Jahren ein sich in einen Newsletter registrieren zu lassen. Dann erhält man einmal im Monat eine Mail zur nächsten Operntester-Vorstellung und die ersten 10 die antworten können kostenlos mitgehen. Und da ich sowieso seit Ewigkeiten in die Oper wollte, aber nie Zeit/Lust/Begleitung gefunden habe, hat sich das sehr angeboten. Einzige Bedingung dieser Aktion: Wer mit in der Oper war, schreibt eine kleine Rezession. Und hier ist meine:

Da mein letzter Opernbesuch schon einige Jahre her war und ich überhaupt noch nie eine Oper auf Französisch gehört hatte, freute ich mich sehr auf die „Werther“ Vorführung. Kaum saß ich auf meinem – sehr tollen – Platz, fing mich die Stimmung der Oper ein, das Licht wurde gedämmt, alle verstummten und es ertönte ein Schuss. Als sich der Vorhang öffnete war ich zunächst etwas verdutzt, obwohl ich auf die grüne Kulisse und die rote Kleidung des Werthers eingestellt war, wirkte es doch etwas befremdlich. Genau genommen weihnachtlich. Die ersten Szenen waren irgendwie merkwürdig, ich kannte zwar die Handlung, aber es hat etwas gedauert, bis ich mich auf die Inszenierung einlassen konnte. Mit der Zeit entwickelte sich allerdings ein Sog, der mich in die Welt der unglücklich Verliebten zog. Vor allem die einnehmende Musik und die unglaublichen Stimmen der Sänger haben mich verzaubert. Herausragend gut war die junge Sophie, die eine Leichtigkeit versprühte, eine fantastische Stimme hat und mit Abstand die positivste Figur des Abends verkörperte.
Einige Kleinigkeiten haben den ansonsten sehr runden Abend allerdings gestört. Die Rolle des Albert, Charlotts Verlobter, war meiner Meinung nach viel zu aggressiv und unsympathisch. Immer wieder habe ich mich gefragt, warum sie ihn nicht verlässt, wenn er doch allem Anschein nach ein schlechter Mensch ist und ihr nichts an ihm liegt. Da ist die Begründung des Versprechens am Sterbebett der Mutter nicht ausreichend. Der zweite Punkt ist, dass die Schauspieler – obwohl hervorragend gesungen! – etwas zu alt für diese Inszenierung scheinen. Denn eine Liebe, die so dramatisch ist, dass man sich für sie umbringt sollte eine sehr junge, naive Liebe sein. Wenn sich ein längst erwachsener Mann aufgrund einer unerfüllten Liebe umbringt ist das irritierend. 
Letztendlich endete die Vorstellung mit langen Applaus und Standing Ovation auf das auf jeden Fall zu Recht. Denn die musikalischen Leistungen der Sänger und der Band waren herausragend. Und in all dem Kitsch und der Dramatik verbargen sich Wahrheiten über die Liebe und das Leben.

Ich empfehle jedem, der jung ist und in der Nähe wohnt, sich das Programm mal anzuschauen. Es ist absolut lohnenswert, man kann den Horizont erweitern und lernt vielleicht noch nette Menschen kennen. Und wenn es eine Katastrophe wird, auch nicht schlimm. Ist bloß ein Abend und ihr könnt es unter Lebenserfahrung verbuchen. Vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Mal? 

Sonntag, 7. Dezember 2014

Wichteln und mehr

Ich liebe Weihnachten, aber ich bin kein großer Freund dieser ganzen hin und her Schenkerei. Klar freue ich mich über Geschenke, aber ich bin mies im Geschenke machen. Das setzt mich jedes Jahr aufs Neue heftigst unter Druck. Während ich mich über alles freue und super leicht zu beschenken bin (ja, wirklich!) ist das bei meiner Umwelt nicht immer so leicht. Jedes Jahr stürze ich mich zunächst euphorisch mit vielen hohen Zielen in die Geschenkesuche nur um dann wieder kläglich zu scheitern. Ich möchte kreativ sein, den anderen vom Hocker hauen und das perfekteste Geschenk von allen hervorzaubern! Stattdessen naja. Sagen wir es so: meine Freunde und Familie mögen mich trotz meiner Geschenke.
Lange Rede, kurzer Sinn: Geschenke stressen mich. Daher versuche ich meine "zu-beschenken-Liste" kurz und knapp zu halten. Eltern, Oma, Mann. Aber das Leben wäre ja viel zu einfach, wenn es so laufen könnte. Deshalb kommt noch das berühmt berüchtigte Wichteln hinzu. In der Familie. Einerseits ist es eine freudige Sache, jeder muss eine kleine Aufgabe erledigen - die letzten zwei Jahre wurde gesungen - und dann bekommt man ein zusätzliches Weihnachtsgeschenk. Auspacken! Freude! Nur zuvor heißt es: Aussuchen! Verzweifeln!
Um dieser Weihnachts-Wichtel-Schenk-Sache doch noch was abzugewinnen, lies ich mich hinreisen und bastelte Weihnachtstabu-Karten. Ich hatte den glorreichen Einfall sicher nicht als erster Mensch auf dieser Welt (einmal kurz googeln bestätigt diese Annahme), aber sei's drum. Hauptsache Spaß. Und so schnappte ich einge DinA8 Kärtchen, etwas Maskingtape, bunte Stifte und los gings.

Oben stehen die zu beschreibenden Wörter, unten diejenigen, die nicht verwendet werden dürfen.
Danach war ich im Bastelfieber, also wurde der nächste Bastelladen angesteuert und diverse Utensilien (Pappe) für eine Weihnachtskartenbastelaktion erstanden. Et voilà:

Den Weihnachtsbaum hab ich selbst ausgeritzt, da die Idee was überhaupt gemacht werden soll, erst zu Hause entstand. Es gibt aber auch Karten, in denen dieser schon vorausgestanzt ist.
Die Rentiere auszuschneiden war eine Geduldsprobe, soviel sei verraten.
Ich hoffe ihr hattet alle einen fröhlichen 2. Advent und genießt die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Advent ...

Die Vorweihnachtszeit startet. Das heißt der Duft von Zimt und Plätzchen liegt in der Luft, überall leuchtet es in die dunklen Tage hinein, die ersten Weihnachtsbäume ziehen ein, alle Blogs sind mit Adevntskalender-Aktionen überhäuft und es bedeutet: Stress.
Als passionierter Weihnachtsfan freue ich mich jedes Jahr auf den Dezember. Plätzchen backen mit Papa und über Weihnachten im Kreise der Familie sein, das macht mein Herz froh. Aber wenn es dann soweit ist, funkt die Realität dazwischen. Da will die Wohnung geschmückt werden, Adventskalender bestückt, Geschenke besorgt, verschiedene Weihnachts- und Adventsessen besucht und in aller Ruhe über den Weihnachtsmarkt geschlendert werden. Denn sonst ist es ja kein richtiges Weihnachten.
Wenn dann aber noch zusätzlich eine Masterarbeit vollendet werden möchte, wird es quasi unmöglich dem allen gerecht zu werden. Enormer Schlafmangel sind an der Tagesordnung und eine riesige Portion Zeitmanagementqualitäten sind auf einmal gefragt.
Wie das alles klappen soll? Ich weiß es nicht, aber ich werde berichten! 
Dieser Monat steht ganz im Sinne der Weihnachtszeit.

Mittwoch, 26. November 2014

Es muss einfach sein

Ich möchte mal wieder über Glück schreiben. Mir ist aufgefallen, dass zwar die Suche nach dem Glück in unserer Gesellschaft zu den Top-Themen gehört, dass aber niemand niemals vom Glück der anderen etwas mitbekommen möchte. Ich meine wie oft habe ich schon gehört, dass Menschen allein von der Tatsache ein glückliches Pärchen im Park zu sehen, Aggressionsschübe bekommen? Jeder will sein eigenes Glück erleben, aber nicht das der anderen. Zu viel Konkurrenzdenken: Warum bekommen die das hin und ich nicht? Außerdem ist es nicht leicht Glück zu definieren, ohne auf einmal in der undurchsichtigen Welt der Philosophie zu landen.
In letzter Zeit fühle ich mich einfach glücklich, natürlich ziept das Leben hier und da an mir, aber die schönen Momente sauge ich dafür viel intensiver auf. Woher das kommt weiß ich nicht. Ich stehe ja auch dazu gerne mal den pessimistischen (oder wie ich es nenne realistischen) Blick aufs Leben und die Welt zu werfen. Aber derzeit steht mir nicht der Sinn danach. Ich freue mich wie Bolle, wenn der Mann nach Hause kommt. Ich gehe voller Zufriedenheit durch die beleuchteten Straßen der Stadt, schmiege mich an meinen Mann und quatsche über alles was mir durch den Sinn kommt.
Zufriedenheit, Glück, Liebe. Letzteres ist vermutlich ausschlaggebend für alle anderen positiven Gefühle. Um dem ganzen einen gewissen Ausdruck zu verleihen und weil mich Musicalepisoden in Serien ebenfalls glücklich machen, gebe ich euch noch ein Video mit.
Und verbringe meine Zeit mit "running on sunshine".


Montag, 24. November 2014

Absurder Zeitrhythmus

Ich bin voll im Masterarbeit schreiben drin. Mein Leben ist derzeit darauf ausgerichtet. Und das hat einen Grund: ich habe (fast) keine Zeit mehr. Abgabe ist Mitte Januar, wenn man die Tage über Weihnachten abzieht, an denen ich mir lieber im Kreis der Familie den Magen voll schlage, anstatt groteske Aufsätze über Körpersäfte zu studieren, bleibt nicht mehr viel übrig.
Den Zeitmangel habe ich mir selbst zu verdanken. Der Mann hat mich schon vor Monaten darauf hingewiesen, dass das Ganze eine Katastrophe wird, wenn ich nicht bald in die Puschen komme. Aber ich war ja die Ruhe selbst. Hier mal ein Buch gelesen, dort mal die Titelseite kreiert, schon konnte ich mir vormachen etwas geleistet zu haben. Heute könnte ich mir selbst in den Allerwertesten treten. Idiotin!
Um nun besonders produktiv zu sein versuche ich meinen Rhythmus zu perfektionieren. Vor allem morgens ist so gar nicht meine Zeit. Um dem entgegen zu wirken probierte ich einiges aus. Zunächst einmal stellte ich mir den Wecker auf halb acht. Dann musste ich feststellen, dass es um diese Zeit draußen noch dunkel ist. Nicht wirklich zufriedenstellend. Aber Augen auf und durch (Augen zu wäre fatal gewesen). Eine halbe Stunde Sport, viel Wasser und eine Dusche sollten den Kreislauf in Schwung bringen. Ich zerrte meinen Stepper hervor, steckte Kopfhörer in meine Ohren und strampelte mich zu "Macarena" ab. Das war teils spaßig, teils demütigend, aber den Schwung fand ich nicht. Außerdem verhalf mir das frühe Aufstehen leider nicht zum frühen Schlafen. Nach drei Tagen heftigsten Schlafentzug (5-6 Stunden pro Nacht, sonst pendel ich mich eher so bei 10 ein) bekam ich eine fröhliche Migräne, die mich einen ganzen Tag niederstreckte. Einen Tag weniger zum Schreiben. Das Morgenritual wurde restlos gestrichen.
Mein Dozent gab uns folgenden Rat mit auf den Weg: "Schreibt dann, wann ihr am besten arbeiten könnt. Zwingt euch nicht morgens um acht in die Bibliothek, wenn ihr nachts um vier nach einer Party besser schreiben könnt." Gut. Ich hasse es in der Bibliothek, ständig sind Geräusche überall und dann reden alle, aber natürlich nicht laut, weil sie ja leise sein sollen. Also flüstern sie, was das Gefühl von Stimmen im Kopf ergibt. Wirklich ein Traum. Da morgens auch einfach nicht meine Zeit ist, ich abends auch viel konzentrierter und motivierter bin, schiebe ich also nun Nachtschichten.
Ich komme voran und nur das zählt. Tagsüber versuche ich auch zu schreiben und auch das bringt was. Aber meinen Wecker habe ich wieder auf 9:30 Uhr gestellt. Reicht völlig. Auch wenn das zur Folge hat, dass ich den Postboten im Bademantel die Tür öffne. Ist ja nur noch bis Januar so.

Sonntag, 16. November 2014

Schokoladentraumland

Ich liebe Schokolade und wenn ich das sage, dann rede ich nicht von einer kurzen, flammenden Leidenschaft. Wir reden hier von aufrichtiger, bedingungsloser Liebe. Ich liebte Schokolade schon bevor ich laufen konnte und werde sie noch lieben, wenn ich längst nicht mehr laufen kann. 
Daher war es für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen, als mein Papa mich fragte, ob ich mit ihm zur Salon de Chocolate gehen würde, der Schokoladenmesse in Köln.
Ich begann sofort mit der Recherche. Die Salon du Chocolate sollte dieses Jahr zum ersten Mal in Deutschland ausgerichtet werden, es gibt natürlich viele Schokoladenhersteller, kleine Workshops, Vorträge, Kochvorführungen und eine Modenschau mit Kreationen aus Schokolade. Wir trafen uns eine halbe Stunde nach Eröffnung und blieben bis eine halbe Stunde vor der Schließung, also acht Stunden insgesamt. Mir war davon keine Minute langweilig.
Wir besuchten um 11 Uhr einen kleinen Workshop der uns die Kunst des Schokoladenmouse herstellen näherbringen sollte. Zwar waren wir beide keine Anfänger in diesem Gebiet, dennoch lernten wir einige neue Kniffe und bekamen ein neues Rezept mit auf den Weg. Den zweiten Workshop besuchten wir einige Stunden später, bei dem wir Cupcakes verzierten. Die Creme (eine Mischung aus Butter, Zucker und Eiweiß) traf nicht ganz meinen Geschmack, denn geschmeckt hat es ausschließlich nach Butter, aber das verzieren an sich war spaßig. Zudem bekamen wir einige Tipps mit an die Hand, die ich sicherlich beim backen gut anwenden kann.
Bei den Kochvorführungen waren grandiose Patissier am Werk. Die präsentierten Produkte reichten über Sesam Brownie mit Giandujamousse, Birnenkompott und frischen Cranbeerys über eine Steinpilzpraline hin zu Lebkuchen-Macarones mit Honigganache und einen Schokoladenfudge mit Überzug. Die Konditoren erklärten, wie man diese Meisterwerke zubereitet, führten das ganze vor und plauderten ein wenig aus dem Nähkästchen. Als Höhepunkt gab es die Kreationen dann für alle zum probieren. Anschließend konnte man mit dem Patissier ungezwungen reden, sich Ratschläge holen und das Rezept bekommen (teilweise kannten die ihre Rezepte auswendig!). Eine Menge zum nachbacken auf jeden Fall. Die wichtigste Lektion: es kommt auf die Zutaten an und ich brauche unbedingt ein Küchentermometer, ohne geht nämlich nichts bei den Süßspeisen. 
Als Besonderheit stand ich bei der Herstellung des unten dargestellten Produkts sogar auf der Bühne und habe gelernt, wie diese Schokoladen-Deko-Elemente gemacht werden bei mir sahen sie etwas anders aus als beim Profi.

Zwischen den vielen Shows verbrachten wir die Zeit mit der Verkostung verschiedenster Pralinen und Schokoladen. Es gab unheimlich schmackhafte Kreationen, etwas eigenartige Ideen und Experimente über die sich streiten lässt (zum Beispiel Ziegenmilchschokolade). Alle Aussteller waren offenherzig und spendabel, redseelig, aber nicht aufdringlich und - wie sollte es anders sein - von ihren Produkten überzeugt. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Schokolade gegessen. Ernsthaft, ich dachte zwischendurch mehrmals, dass nun die Zeit zum Handtuch werfen gekommen wäre, aber nach dem ein oder anderen Liter Wasser ging es schließlich weiter. Es war grandios.
Ein außergewöhnliches Spektakel war die Modenschau Defilee du Chocolate in der Mode mit und aus Schokolade präsentiert wurde. Ein Anblick, den man nicht alle Tage geboten bekommt.


Es war aufregend und wunderschön und ich würde diese Messe immer und immer wieder besuchen. Diese Herzlichkeit und Liebe zur Schokolade, die alle Menschen auf dieser Messe vereint, war unvergleichlich.

Mittwoch, 12. November 2014

Der Anfang kommt zum Schluss

Ein bisschen sentimental werde ich gerade. Die Hochzeit ist schon seit längerem vorbei, so langsam habe ich alles verarbeitet und es ist irgendwie abgeschlossen. Jetzt noch der letzte Post darüber und alles was bleibt ist die lebenslange Bindung an meinen Traummann und ein paar Relikte und Fotos zum Erinnern.
Der Tag begann übrigens schon Stunden (viele, viele Stunden) vor der Trauung. Frisör, Kleid anziehen, ein wenig rumtollen um die Nervosität zu vergessen, das normale Programm. Zwei Stunden vor der Trauung haben wir uns mit der Fotografin verabredet um das erste Zusammentreffen festzuhalten und ein Fotoshooting zu machen. Die beste Entscheidung ever! Denn während ich später in die Mühle ging war ich so aufgeregt, dass ich es viel weniger hätte genießen können, den Mann das erste Mal vollständig ausgestattet zu sehen. Und ihm ging es ähnlich, nur umgekehrt.
Das Fotoshooting war locker und entspannt, auch wenn wir weitaus mehr als eine Stunde gebraucht hätten, denn es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben uns verschiedene Kulissen ausgesucht. Danach konnten wir uns auf unser Glück und unsere Gäste konzentrieren und mussten nicht unauffällig verschwinden, das war gut. Und nun folgen die Paarfotos:

Das erste Mal im Brautkleid.

Und er findet es schön!

So sieht es aus: Das Brautpaar.

Tja und wenn man ländlich heiratet, dann darf ein Foto mit Pferd nicht fehlen.

Das Brautpaar - Portrait
Dieses Bild haben wir auch für die Danksagungskarten verwendet.

Details: der Brautstrauß

Lieblingsdetail: der Blumenkranz
Detail: Ansteckblume, passend zur Braut
Das schöne am Brautpaarsein: man darf den ganzen Tag knutschen, ohne das sich jemand daran stört.


Fotolocation-Kontrast: Wald und altes zerfallenes Gebäude. I love it.


Alle Fotos sind von Oui-Fotografie Liane Maas. 
Und das Fazit: Ich mochte unsere Hochzeit sehr. Ob sie der schönste Tag in meinem Leben sein wird, bleibt abzuwarten, fest steht allerdings, dass ich mich nie in meinem Leben schöner gefühlt habe. Ich freue mich nun auf viele glückliche Ehejahre - ich werde euch berichten - und auf alles was sonst so kommt. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich bin schon sehr gespannt was 2015 so bringt. Aber vorher werde ich euch natürlich wie gehabt hin und wieder mit meinen Gedankenergüssen überschütten.

Sonntag, 9. November 2014

Zwischen Torte und Tanz

Wer denkt, dass die Trauung mit dem größten Aufwand und den meisten Sorgen verbunden ist, der war noch nie eine Braut. Denn danach geht es erst richtig los. Für einen Planungsfanatiker wie mich war es die Hölle, denn wie meine Mama sagte: "Entspann dich, du kannst eh nicht kontrollieren was passiert." Und so übergab ich schweren Herzens das Zepter, mit der eindringlichen Bitte, alles möglichst unpeinlich zu gestalten. Das hat soweit - mal besser, mal schlechter - geklappt. Mein Mann und ich waren beide begeistert, mit wie viel Liebe und Mühe unsere Gäste uns den Tag verschönern wollten.



Den Anfang haben meine Cousinen gemacht. Sie hatten ein riesiges Bettlacken mit einem S&V in einem Herzen bemalt. Das Herz mussten wir mit Minischeren ausschneiden und wer seine Hälfte zuerst geschafft hat, sollte in der Ehe das Sagen haben. Ratet wer gewonnen hat :) 
Danach fuhren wir im Autokorso zur Location. Mit Hupen und Blechbüchsen am Auto. Ich denke wir haben einige Dorfbewohner beim Mittagsschlaf gestört. Dort angekommen warteten wir im Auto, bis sich alle Gäste versammelt hatten. Dann wartete meine Schwiegermutter mit einem Brot, von dem wir beide abbeißen mussten. (Wer das größere Stück schafft, hat angeblich später das Sagen, ratet wer zum zweiten Mal gewonnen hat!) Das Brot mussten wir uns dann salzen, damit sollten wir uns zum letzten Mal im Leben etwas versalzen. Das wirklich stark versalzene Brot haben wir dann gegessen. Super lecker.

by oui-Fotografie
Drauf folgte der obligatorische Sektempfang mit kleiner Rede.


Damit unsere armen Gäste nicht hungern, wurde schon bald die Torte angeschnitten und das Kuchenbuffet eröffnet. Simultan dazu wurden die Gäste hin und wieder für ein Foto entführt, sodass Bewegung im Spiel war und sich keiner langweilte.

by oui-Fotografie
by oui-Fotografie
Meine Eltern waren so frei uns nach typischer Tradition gegen die Kalorien der Torte zu helfen und gaben uns die Aufgabe diesen Baumstamm zu entzweien. Mein Schwiegeropa (gibts das?) half uns, indem er den sowieso recht frischen Baum, mit Wasser beträufelte. Irgendwann kamen dann alle zur Hilfe, mein Schwiegervater und mein Schwager hielten den Stamm fest, während mein Papa und Onkel ein bisschen beim Sägen nachhalfen. Zwei Dinge gelernt: Wir gehen sicher nicht in die Forstwirtschaft und im Zweifelsfall hilft die Familie.

by oui-Fotografie



Nach dieser körperlichen Ertüchtigung und einer kurzen Verschaufphase in der mein Mann Zeit hatte sein Hemd zu wechseln, wurden Luftballons an alle verteilt, mit passenden Zettelchen, auf denen die Gäste Wünsche für uns notieren sollten. Die Vorbereitungen dafür machten meine Cousine und ihr Freund, dank ihnen haben wir auch eine weitere E-Mail Adresse. Zwei der gestiegenen Luftballons wurden tatsächlich gefunden. 





Wenn man aus Thüringen kommt und keinen Polterabend veranstaltet, kann es passieren, dass die lieben Tanten und Onkels alles alte Geschirr zusammensammeln und es dann auf deiner Hochzeit zerschmettern. Bringt zum einen Glück und zeigt zum anderen wie gut das Brautpaar fegen kann. 


Mein liebstes Lieblingsspiel ist folgendes: man gebe dem Brautpaar jeweils ein Schild auf denen auf Vorder- und Rückseite jeweils ein Foto von ihnen abgebildet ist, setzt sie Rücken an Rücken und stellt Fragen, z.B. Wer von beiden der Langschläfer ist. Und wir als zuckersüßes Brautpaar waren uns tatsächlich immer einig. Naja, fast. Auf die Frage, wer der bessere Koch ist antworten wir nämlich so:


Mit dem Einbruch der Dunkelheit verlagerten wir das Geschehen nach Innen, es gab leckeres Essen, mein Papa hielt eine Rede, zwei meiner Brautjunfern ebenfalls und meine Tante erzählte was Liebe ist: mithilfe vieler Videoaufnahmen, bei der meine ganze Familie mitgemacht hat. Die Beiträge waren berührend und witzig und alle voller Liebe. Wir haben uns sehr darüber gefreut.
Irgendwann warf ich dann meinen Brautstrauß, wir tanzten den Eröffnungstanz zu "The book of love" von Peter Gabriel, dann den Vater-Tochter-Tanz zu "Crazy little thing called love" von Queen, mein Papa ist ein sehr großer Queen-Fan, und dann tanzten alle Gäste, vor allem die kleiner Tochter meiner Cousine bestimmte den Rhythmus.



Für mich war das die perfekte Hochzeit. Der ein oder andere mag behaupten, dass es zu viele Spiele waren, aber für uns war es genau richtig. Alle haben sich eingebracht und etwas beigetragen, sodass dieser Tag für uns unvergesslich bleiben wird.
In dem nächsten und letzten Beitrag zur Hochzeit zeige ich euch dann eine Auswahl Bilder, die beim Paarshooting entstanden sind.

Donnerstag, 6. November 2014

Die Liebe steckt im Detail

In einer Hochzeit steckt viel Aufwand. Überraschenderweise sind es neben den big points - Suche nach einer passenden Location, Anmeldung bei den Behörden, Auswahl des Kleides - vor allen die klitzekleinen Details, die eine Menge Arbeit machen. Daher ist es wichtig in voraus die Grenzen abzustecken: Wie viel können und wollen wir selbst machen und was geben wir ab oder lassen es ganz sein?
Durch diverse Sendungen im Fernsehen und recherchieren auf Blogs hat sich für mich sehr bald herauskristallisiert, dass vor allem die Details eine Hochzeit ausmachen. Im Grunde genommen ähneln sich die meisten Hochzeiten, vor allem äußerlich betrachtet, stark. Trauung sei es kirchlich oder standesamtlich, im Schloss oder auf einem Boot, danach ein Umtrunk mit den Gästen, einige mehr oder weniger peinliche Spiele, Essen, Tanz, Ende.
Doch keine Braut will eine von vielen sein, jede will ihren Traum verwirklichen, sich selbst verwirklichen, am wichtigsten Tag im Leben. Bei manchen führt das zum Verlust von immensen Geldsummen, weil es ohne echtes Diadem und eigenen Hofnarr nun mal nicht geht. Kann man machen. Andere bleiben Bodenständiger und arbeiten sich nur an den großen Dingen ab: stimmt der DJ, stimmt die Party! Ich habe mich in ein kleines DIY-Monster verwandelt. Möglichst viele Pompons, möglichst viel Charme!
Glücklicherweise bremste mich mein Mann hin und wieder, sodass es nicht völlig ausartete. Aber gebastelt wurde dennoch fleißig und darüber bin ich sehr froh. Denn die vielen kleinen Details zeigen wie viel Liebe in diesen Tag geflossen ist und machen ihn dadurch einzigartig.
Für die Trauung haben wir Pompons gebastelt, sowie Freudentränen-Taschentücher bereitgelegt und uns ein Ritual überlegt, was keiner von der Familie oder Freunden kannte, das Ringband (hier könnt ihr es nochmal nachlesen und anschauen). Aber das war noch längst nicht alles:


Die liebe V. hat 250 Herzchen ausgestanzt und an Schaschlikspieße geklebt (und davon nur ein leichtes Trauma abbekommen). Diese haben dann den Rasen geschmückt und dienten also Foto-Accessoire. 
L., ebenfalls eine meiner Brautjunfern, hat mit mir zusammen 12 Rollen Garn zu Quasten verarbeitet. Diese zierten Bäume und Geländer.


Für die Orientierung der Gäste hinsichtlich ihrer Getränkewahl wurden für innen und außen Getränkekarten gebastelt und bereitgestellt. Passend dazu gab es für die Getränke auch Strohhalme mit Fähnchen verziert.

by oui-Fotografie
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Damit auch ja genug Fotos entstehen, wurden mehrere Einwegkameras hingestellt, die auch wirklich gut angenommen wurden. Jetzt haben wir viele ungestellte und unbearbeitete Bilder, die den Tag noch einmal aus einer anderen Perspektive zeigen. Das kann ich nur weiterempfehlen!

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Statt eines herkömmlichen Gästebuchs haben wir "Das war" und "Das wird" Gläser bereitgestellt. Die Gäste waren aufgefordert uns gemeinsame Erlebnisse und Wünsche etc. für die Zukunft mitzugeben. Die Zettel werden später in das Fotoalbum zu den jeweiligen Gästen geklebt. Vor allem die gemeinsamen Erinnerungen haben uns sehr gerührt. Und dadurch, dass Zettel waren mussten sich die Gäste nicht anstellen, sondern konnten flexibel schreiben wann und wo sie wollen.
Als Gastgeschenk haben wir Himbeerzucker selbst gemacht und in kleine Gläser abgefüllt. Diese haben wir mit Namen versehen, sodass sie direkt auch als Sitzplatzzuweiser dienten. (Ein Foto davon habe ich allerdings nicht.)






Eine Hochzeit kann man nicht selbst auf die Beine stellen. Ich hatte neben meinen Brautjunfern auch noch meine Eltern, die mir tatkräftig zur Seite standen. Sie haben nicht nur personalisierte Luftballons und eine passendes Helium-Befüllgerät besorgt. Mein Papa hat auch meine Idee von einem riesigen Polaroid für Gästefotos umgesetzt.


Es gibt allerdings Bereiche, bei denen der passende Dienstleister einfach notwendig ist. Manche Dienstleister sind ok, andere gut und ganz selten findet sich jemand wirklich perfektes. Das war bei uns der Blumenmann. Wir lernten ihn zufällig kennen, als wir einige Monate vor der Trauung die Mühle besichtigten. Dann fuhr ich mit meiner Mama zu ihm, besprach meine Wünsche. Es war ein Traum! Er verstand sofort was ich wollte, brachte Ideen mit ein (denn meine botanischen Kenntnisse lassen zu wünschen übrig) und setzte alles genauso um, wie ich es erträumt hatte. Ihm verdanke ich nicht nur eine blumenwiesenartige Tischdeko, tollen Autoschmuck und einen zauberhaften Strauß für die Mühle, er kreierte auch den - für mich - schönsten Brautstrauß auf der Welt und meinen unglaublich traumhaften Blumenkranz.

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Neben der Umgebung sollten auch die Details am Körper nicht vergessen werden. Angefangen bei der altbewährten Viererkombination, etwas Altes, Neues, Geliehenes und Blaues (check!), dürfen ruhig noch einige zusätzliche Kleinigkeiten ihren Platz finden. Etwas extravagante Schuhe zum Beispiel. Und da ich keine begnadete Absatzschuhenträgerin bin wurde diese im Laufe des Nachmittags einfach gegen grüne Chucks getauscht. Beim Schmuck habe ich sehr lange mit meinem Papa gesucht, bis wir das richtige gefunden hatten, Bronzefarbene Ohrringe und ein passendes Armband, schlicht und elegant. Es war Liebe auf den ersten Blick. Da ich meine Haare nicht offen trug, hatte ich dahingehend leichtes Spiel, dafür habe ich immerhin meinen Lippenstift häufiger nachgezogen, denn als Braut will man schließlich den ganzen Tag hübsch aussehen. Die passende Fliege, das richtige Hemd und die schönen grünen Socken für den Bräutigam zu finden waren eine Herausforderung für sich. Letztendlich hat aber alles gepasst, die vielen kleinen Details haben sich zu einem stimmigen Ganzen ergeben - zumindest in meinen Augen und drauf kommt es ja an.

by oui-Fotografie

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Das wichtigste Accessoire an diesem Tag war dasjenige, das wir die nächsten Jahre immer bei uns tragen würden. Die Ringe. Wir haben sie selbstverständlich mit besonders viel Liebe ausgesucht und uns sehr lange Gedanken über die Gravierung gemacht, um nun die perfekten Ringe am Finger zu tragen. Das Ringkissen hat meine Mami für uns selbst genäht, die Spitze darauf findet sich in meinem Kleid wieder.

by oui-Fotografie

Beim nächsten Mal berichte ich euch von den vielen Etappen zwischen Ja-Wort und Hochzeitstanz. 

Dienstag, 4. November 2014

Der Anfang - die Trauung

In meinem gesamten Leben habe ich noch nie eine solche Anspannung gespürt. Nervosität, Aufregung, dieses kribbeln im Bauch, willkommen Freunde! Der Bräutigam und meine Mama waren schon vorgefahren, alle Gäste schon versammelt, nur mein Vater und ich fehlten noch. Und das grüne Band - darauf komme ich noch zu sprechen.
Geheiratet wurde auf der Hohen Mühle in dem kleinen Örtchen Uedem, in dem jeder jeden kennt und wir somit schnell Kontakt zu allen Dienstleistern aufnehmen konnte. Mund zu Mund Propaganda! Die Mühle wurde für diesen Tag etwas aufgehübscht, schließlich haben wir nicht umsonst Pompons gebastelt! Die Deko haben meine Eltern am Vormittag angebracht, während der Bräutigam und ich uns fotografieren ließen.



Während mein Vater und ich also die letzten Details perfektionierten (Krawatte binden, Schleier anstecken), waren unsere Gäste schon vollzählig am Trauungsort versammelt. Zeit um endlich loszufahren. Die Fahrt war geprägt von "Nervosität-Pingpong", erst war mein Vater aufgeregt, dann beruhigte er sich und ich nahm die Aufregung an, schließlich, kurz bevor wir die Hohe Mühle erreichten, war das einzig ruhige das Auto selbst.

Nachdem Einzug der Braut mit dem Brautvater - zu dem Lied "Beautiful in White" von Westlife - und der Übergabe an den Bräutigam, ging es los. Die Standesbeamtin redete und ich nahm kaum etwas von dem was sie sagte wahr. War halt alles ein bisschen viel. Ich hatte meine Mühe die Situation zu begreifen, langsam zu schauen wo meine Gäste saßen und mir immer wieder bewusst zu machen, was für ein toller Mann da neben mir sitzt. 







Nachdem mein Mann und ich uns das Ja-Wort gegeben haben, ließen wir die Ringe auf einem grünen Band, das zwischenzeitlich verschwunden, dann aber doch wieder aufgetaucht war, von Gast zu Gast reichen, damit jeder uns Wünsche mit auf den Weg geben kann. Es war total berührend, denn wie ich feststellte war meine gesamte Familie im Tal der Freudentränen, was mich schließlich auch zu Tränen rührte. Die vielen Wünsche - die von dem der Großteil der Gäste zu unserer Freude laut ausgesprochen wurden - waren herzerwärmend. Danach haben wir uns die Ringe übergeben.























Dann durften wir uns endlich küssen - das erste Mal als Mann und Frau! Ich denke die Freude steht mir ins Gesicht geschrieben. Die ganze Anspannung war verflogen und übrig war nur noch Glück.

Danach folgte - standesamttypisch - der formale Teil. "Sie müssen jetzt sehr genau zuhören" war das letzte, was ich vernommen habe, danach verabschiedete ich mich innerlich in meine Welt der Glückseligkeit. Dann wurde noch unterschrieben, das erste Mal mit neuer Unterschrift, die ich selbstverständlich vorher geübt hatte. 

Nach der vielen Aufregung ging es hinaus, in ein Traum voller Seifenblasen. Hach wie schön!


Die Trauung ist vorbei, wir sind nun offiziell Mann und Frau! Doch das war noch lange nicht alles. Bald schon folgt der zweite Teil.
Alle Bilder sind von Oui-Fotografie Liane Maas.