Montag, 24. Februar 2014

sunny sunday, oder so.

Gestern waren ich mal wieder im Grünen. Denn nichts erfüllt mein Herz mit mehr Glück als ein paar Sonnenstrahlen und frische Landluft. Gekrönt wurde das Glück von meinem Lieblingsbegleiter und einigen Frühjahrsblühern, aber seht selbst.







Eine aufregende Jahreszeit oder? Diese spannende Mischung aus Furcht vor einem Rückfall in den Winter und freudiger Erwartung auf den Frühling. 

Mittwoch, 12. Februar 2014

Was macht man mit dem Vögelchen?

Ich spiele ab und an (vor allem wenn mir langweilig ist) mit dem Gedanken mir ein Twitter-Account anzulegen. Ich bin von den Bloggern wohl eine der Letzten, die diesen Schritt noch nicht geschafft hat. Allerdings bin ich ja auch keine typische Bloggerin. Nun ja, wenn ich dann so da sitze und nachdenke dann lande ich meist vor zwei Problemen, die mir den Eintritt in die Twitter-Welt erschweren.
Erstens bin ich nicht immer in Netz - ja ich gehöre zu der wohl aussterbenden Spezies der keine-Flatrate-Haber. Ich habe nur zu Hause oder im Bereich des öffentlichen W-Lans (Uni, mit etwas Glück) überhaupt Internet. Da kann ich also nicht immer spontan wenn mir was einfällt mein Handy zücken und drauf los tippen.
Zweitens hapert es noch total bei dem WAS? Ich meine soll ich einfach meinen Alltag wiederspiegeln: "Yo gerade lecker Müsli gefuttert!" oder muss es eher poetisch sein? Oder gar immer etwas außergewöhnliches: "Gerade einen Elefanten auf offener Straße gesehen!" Mit besonders viel Humor (auf Knopfdruck) kann ich eher auch nicht punkten. Und weil ich da immer noch so unentschlossen bin halte ich mich lieber zurück.
Nicht alle sind so kreativlos wie ich, und Jennifer Egan hat eine besonders gute Idee gehabt. Sie hat aus ganz vielen Tweets einen Roman geschrieben. "Black Box" heißt das gute Stück und ist kurz, kompakt und sehr intensiv geschrieben.
Worum gehts? Eine namenlose Frau wird auf einen Verbrecher angesetzt und soll unbemerkt Informationen sammeln. Die Frau beschreibt ihre Arbeit, wie eine Anleitung.
Wie finktionierts? Der Roman setzt sich zusammen aus Tweets, nicht mehr als 140 Zeichen pro Nachricht, dann folgt ein Absatz und so weiter. Die Nachrichten können im Prinzip allein funktionieren, sind aber in eine Geschichte eingebettet. Bei den ersten zwei Seiten muss man ein wenig reinkommen, doch danach liest es sich sehr angenehm.
Was macht das Buch besonders? Durch den Schreibstil erweckt das Buch eine völlig neue Intensivität. Es liest sich nicht schwer, ist aber dennoch voller Tiefe und Bedeutung und regt zum Nachdenken an. Obwohl man nichts genaues über die Frau oder ihren "Auserwählten" erfährt sind einem die Figuren sehr nahe. Die kürze macht den Roman auch inhaltlich kompakt, es verliert sich nicht in Nebensächlichkeiten.
Weiterempfehlung? Definitiv ja und auf jedem Fall. Der Roman ist in ein paar Stunden gelesen und berührt. Außerdem sollte er schon allein aufgrund der tollen Idee und der phantastischen Umsetzung unbedingt gelesen werden.
Die grüne Kiste ist das Übel!
Was habe ich sonst so getan? Jeder kennt doch sicherlich so kleine fiese Ecken in der Wohnung die immer verdrängt werden. Bei mir ist diese Ecke eine Kiste und in der Kiste befindet sich allerlei Papierkrams. Von lustigen Postkarten über Fotos hin zu Bankunterlagen und Briefen von der Krankenkasse. Ich denke es versteht sich von allein warum ich diese Kiste möglichst ignorieren wollte. Aber nun kam die Zeit uuuund sie wurde geleert. Übrig sind nun drei gut sortierte Ordner. Dann können die Ferien doch los gehen.

Montag, 10. Februar 2014

Viel Witz, ein bisschen Gott und viele Fragen.

Ich lese wirklich gern Bücher. Und ebenso gern teile ich meine Meinung über sie mit anderen. Umso schockierter war ich als ich sah, dass meine letzte Rezession schon Ewigkeiten her ist. Woran das liegt? Ich habe mich in der Uni auf gleich zwei recht leselastige Seminare gestürzt. Folglich kann ich jetzt diverse Romane und Geschichten von Thomas Mann bewerten. Weil das aber vermutlich in Thomas-Mann-Bashing enden würde, lass ich das lieber mal.
Für meine Semesterferien (juhu, keine Seminare!) habe ich mir vorgenommen endlich wieder mehr zu lesen und dann auch gelegentlich darüber zu schreiben. Damit habe ich auch direkt angefangen und zwar mit dem vielversprechenden Titel "Und Gott sprach: wir müssen reden!" von Hans Rath.
Worum gehts? Im Mittelpunkt steht ein erfolgloser Psychologe mit einigen Problemen: schwierige Exfrau, noch schwierigere Mutter und einen anstrengenden Bruder. Außerdem keine Patienten und folglich auch kein Geld. Dieser Kerl trifft nun auf einen ebenfalls nicht vollkommenen Zirkusclown, der behauptet Gott zu sein. Gott braucht eine Therapie und die Geschichte nimmt ihren Lauf...
Was macht das Buch besonders? Es ist eine absolut gelungene Mischung aus viel Humor und gelungenen Anreizen zum Nachdenken. Das Buch ist durchweg leicht geschrieben und absolut nicht vorausschaubar. Im Gegenteil, immer wieder habe ich spekuliert wie es denn weitergehen könnte, welche Wendung mich erwartet, ob wir es wirklich mit Gott zu tun haben und wie das alles zu erklären ist. Und ich musste sehr häufig laut auflachen, denn der Text hat so eine sarkastische Art von Humor, die mir besonders nah liegt.
Kleiner Wermutstropfen? Leider ist das Ende für mich vollkommen unzureichend. Ich frage mich allerdings, ob es in einem Buch wie diesem ein gelungenes Ende geben kann (ich glaube leider nicht).
ACHTUNG SPOILER [Ich bin mir schon im klaren, dass das offene Ende dazu da ist, den Leser die entscheidenden Fragen über das Buch selbst zu beantworten: Gibt es einen Gott? Steckt er in uns allen? Kann vielleicht auch dieser Gott seine Fehler haben? Und ist es deshalb vielleicht nicht möglich allen Menschen auf der Welt ein Happy End zu schenken?]
Weiterempfehlung? Auf jeden Fall! (Teilweise habe ich das schon getan.) Es ist extrem lesenswert und selbst für die, die tiefsinnigen Gedanken aus dem Weg gehen wollen, aufgrund des Schreibstils ein absolut geeignetes Buch. Man sollte halt die Erwartungen an das Ende ein wenig nach unten schrauben.

So das war es erstmal. Vor mir liegt ein riesiger Stapel mit Büchern (eher metaphorisch gesehen, die meisten davon liegen im Kindle und nehmen nicht wirklich Platz weg) und warten darauf gelesen zu werden.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Smile...it confuses people.

Dieser Spruch, der in einer Phase meiner Jugend besonders hipp war und immer wieder Anwendung fand, geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Ich glaube wir sind in einer Zeit, in der Freundlichkeit nur noch merkwürdigen Menschen oder alten Omas zugeschrieben wird, wer aber cool sein will der schaut böse. Und ja ich erwische mich nicht selten dabei grimmig durch die Welt zu wandern. Aber glücklicherweise ist Selbsterkenntnis der erste Schritt zur Besserung. Kann also alles noch werden. Aber wie bin ich eigentlich so nachdenklich geworden? Da gab es im Prinzip zwei Ausschlaggeber. Zum einen ein junger Mann, der mir in der Bahn gegenüber sahs. Und die ganze Zeit ein freundliches Lächeln auf den Lippen hatte. Ich habe mich ernsthaft die ganze Bahnfahrt mit der Frage nach dem Warum beschäftigt. Ich meine es muss doch einen Grund geben das er lächelt?! Zwanzig Minuten später (denn so lang dauert eine Fahrt von der Uni zum Hauptbahnhof, nicht zwölf Minuten wie uns die Rheinbahn weismachen will) hatte ich zwei Thesen. Entweder ich habe was komisches im Gesicht oder der Mensch ist einfach nur gut drauf. Und kann damit vielleicht ein kleines bisschen die Welt verändern. Mich hat er zum Nachdenken angeregt, vielleicht auch noch andere? Und wenn alle auf einmal fröhlich in der Bahn sitzen, dann ist die Stimmung besser. Und mit guter Stimmung hat man doch schon die halbe Miete, egal was noch auf einen wartet.
Es gibt aber auch noch einen zweiten Grund, weshalb mich Freundlichkeit in letzter Zeit stärker beschäftigt. Ich habe einfach viel mit fremden Menschen zu tun und muss auch viel telefonieren und da fällt es schon auf, dass 80% der Bevölkerung an chronischer Unfreundlichkeit leiden. Sei es, weil ich sie mit meinen Fragen nerve. Oder weil sie denken, dass sie mich nicht brauchen, umgekehrt aber schon. Nun ich habe eine kleine Regel für mich aufgestellt. Der Freundliche siegt und zwar immer. Soll heißen sobald ich die Wahl habe, gehe ich zu dem Netten. Auch wenn der nicht so toll oder qualifiziert ist. Optimal wäre natürlich die Kombination. 

Also: geht mit einem Lächeln im Gesicht aus dem Haus, seid lieb zu Mitmenschen und ihr werdet ein positives Gefühl zurückbekommen. Vielleicht.

Samstag, 1. Februar 2014

"Ganz Nah ist das Phantom der Oper da...

...es lebt in mir."

Ich war in Hamburg! Und zwar nicht einfach so, sondern um mir das wohl beste Musical ever (ever, ever - na wer versteht den Hinweis auf Deutschlands-Dumm-TV-Sendung Nr.1?) anzuschauen. Und wie sich das für das allerbeste Musical aller Zeiten gehört, war es einfach nur atemberaubend. Aber zurück zum Anfang. Angefangen hat es mit einem Buch: "Das Phantom" von Susan Kay, ist eines der Bücher, die mich in meinem Leben am meisten beeindruckt haben. Die Geschichte, der Schreibstil einfach alles ist stimmig in diesem Buch, das ich nur aufgrund einer guten und sehr aufmerksamen Freundin gelesen habe, danke. Auf jeden Fall sorgte das Buch für eine Phantom-Begeisterung noch bevor ich das Musical jemals gehört hatte. Dann folgte die DVD-Version. Sehr, sehr schön. Und ich wollte mehr. Also ging es tatsächlich ins Musical, allerdings nicht ins Original, sondern eines von den wandernden. Keine gute Idee. Der Titelsong (Phantom der Oper) fehlte, dafür wurde das Stück mit Habanera aus der Carmen Oper beendet (klicke hier zum hören). War schon eher gewöhnungsbedürftig. Meine liebe Mama dachte aber (glücklicherweise) nicht daran aufzugeben und als sie sah, dass das original Phantom-Musical wieder in Hamburg aufgeführt wird, stand mein Weihnachtsgeschenk fest. (Ladys und Gentleman: darf ich vorstellen, eine übertrieben lange Einleitung). 

Es ging am 02.01. (genau andersherum als das heutige Datum) nach Hamburg, mit Papa, Mama und Freund. Am Abend des ersten Tages (also Donnerstag) ging es ins Musical, allerdings nur für Mama und mich, die Männlein wollten nicht. 
ganz aufgeregt: kurz vor Beginn
Worum geht es? Das Phantom - ein Mensch, der sich als äußerst geschickt erweist, aber körperlich durch sein extrem verunstaltetes Gesicht eingeschränkt ist - lebt in einer Oper und treibt dort sein Unwesen (zumindest, wenn ihm was nicht passt - wer kennt das nicht?) und schult gleichzeitig die schöne Christine im Singen. Dabei verliert er sein Herz an sie, Christine glaubt währenddessen, dass das Phantom ein Engel sei und verliebt sich anderweitig, in den adretten Raul. Das Phantom nimmt die Sache nicht so gelassen auf und das Musical nimmt seinen Lauf...
Und wie war es? Also ich kann jedem, der halbwegs ein Interesse für Musicals hat und für dem es im Bereich des möglichen ist nach Hamburg zu fahren nur wärmstens dieses Musical ans Herz legen. Nicht nur der Gesang ist super (und das ist er wirklich!), auch die Kostüme und vor allem die Szenerie geben einiges her. Vor allem die Inszenierung des Kronleuchters ist fantastisch. Sehens- und hörenswert!
Dein Highlight? Ganz eindeutig die Stimme der Christine war sagenhaft. Ich bekam sogar Gänsehaut (bei mir ein wirklich seltenes Phänomen) und habe ein paar Tränen verloren (das passiert nicht ganz so selten). Daneben waren aber auch die beiden männlichen Hauptdarsteller gut, auch wenn das Phantom zunächst ein wenig schwach auf der Brust wirkte, aber das hat sich bald gelegt.
Hier eine kleine Hörprobe (die Sänger sind die des Originals, von den jetzigen habe ich leider keine schöne Aufnahme gefunden):

Nach diesem unglaublich tollen Abend ging es aber noch weiter. Den Freitag haben Freund und ich komplett zum besichtigen der Stadt genutzt. Es folgen Impressionen mit kurzen Erläuterungen:

Das Hotel in dem wir übernachtet haben. Im Schanzenviertel am Park, ein alter Wassertum. Unglaublich schön, extrem gepflegt und in toller Lage. Ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen. (Und die haben ein extrem wohlschmeckendes Frühstücksbuffet!)


Ausblick am Morgen: Sonnenaufgang über Hamburg.



Jeder, der mich ein wenig kennt, weiß von meiner heißen und innigen Liebe zu Nivea. Kein Wunder also, dass es kein halten mehr gab, als ich den riesigen Nivea-Shop gesehen habe.


In der Nähe von der Innenaltster: dort gab es eine gigantische Auswahl an Schoko-Obst (wir reden von Obst, das mit Schokolade überzogen ist, nicht das da Verwechslungen auftauchen).


Mein Glücksmoment des Tages: Ich im Schokomuseum. Einfach großartig. Ich habe Schokolade in allen Formen probiert: als frische Frucht, im getrockneten Zustand, im gerösteten Zustand, mit ein wenig Zucker vermengt, als Pulvermasse, flüssig und als fertiges Endprodukt. Zusätzlich kann man noch seine eigene Schokolade kreieren. Auf meiner waren Sonnenblumenkerne, Smarties und Krokant. Dieses Museum kann ich jeden Schleckermäulchen nur ans Herz legen! Fun fact des Tages: Ich bin 630 Tafeln Schokolade süß (sagt die Waage).


Im Hafen <3


Am letzten Tag sind wir nochmal zu viert an der Außenalster entlang gegangen. Alles in allen war das wirklich ein sagenhaftes Erlebnis.