Samstag, 15. März 2014

Was die Braut in Spe liest und tut und macht.

Wie vielleicht dem ein oder anderen aufgefallen sein könnte, ich lese gern. Und als Hochzeitsplanerin haben sich da für mich einige neue Welten geöffnet. Wenn man sich über Hochzeiten informieren will kann man nämlich einiges Lesen: Zeitschriften, Blogs, Bücher. Und das habe ich auch getan. Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Die Zeitschriften: Als ich meine erste thematische Hochzeitszeitung in der Hand hielt war ich völlig aus dem Häuschen, die ganzen Kleider, Deko-Ideen und vor allem diese tollen Planungslisten. Ich habe dann erstmal so ziemlich alles gekauft, was der deutsche Markt in punkto Hochzeit anbietet. Und das war einiges aber nicht unüberschaubar viel (ca. 5-6 Zeitungen). Und was musste ich feststellen: das ist im Prinzip leider immer das gleiche. Wenn man dann im Besitz von unzähligen Zeitplänen ist, stellt man fest, das die sehr allgemein und so gar nicht aufs eigene Fest zugeschnitten sind (wie sollten sie auch). Also macht man die Liste an Ende eh selbst. Und nach dem hundersten Hochzeitskleid hat jeder irgendwann ein Black-out. Ist einfach zu viel und alles irgendwie zu identisch. 
Die zwei Hochzeitszeitschriften die ich dennoch sehr lieb gewonnen habe sind folgende: die "Braut & Bräutigam", wahrscheinlich weil sie meine erste Wahl war und ich schnell sentimental werde. Außerdem ist sie NRW regional, was schon seine Vorteile hat. Dann wäre da noch die "MarryMag", die einfach ganz anders ist. Keine 50 Seiten voller Kleider, sondern tolle DIY Ideen und Inspirationsquellen. Und nicht den 1001 Ablaufplan.
Was ich bei den meisten Zeitschriften wirklich zu bemängeln habe, ist die viele Werbung, die nicht als solche gekennzeichnet wird. Da werden Locations etc. angepriesen, die nicht das halten, was sie versprechen (ich habe gelernt!). Da sollte dann doch bitte einfach "Anzeige" drüber stehen. Besser finde ich da persönliche Empfehlungen der Redakteure, die wirklich bei der Suche nach Ringen, Brautkleidern und weiteren helfen. Denn immerhin bezahlt man für solche Zeitungen nicht wenig, da kann man schon erwarten, keine Schleichwerbung zu erhalten.

Die Blogs: Es gibt eine große, wenn nicht gar unüberschaubare Menge an Hochzeitsblogs. Ich persönlich lese am liebsten die Deutschen, finden kann man viele unter bloglovin' oder ähnlichen, oder man googlet einfach wild drauf los. Meine Lieblingsblog ist übrigens "Ein Hochzeitsblog", weil es da auch sehr viele persönliche Geschichten und Gastbeiträge von ehemaligen Bräuten gibt. Aber wie gesagt, am besten einfach mal durchwühlen.

Das Buch: Bücher zum Thema Hochzeit gibt es leider auch nicht wirklich viele und die paar, die es gibt, haben auch gern mal schlechte Kritiken. Deshalb habe ich bis letzte Woche auch meine Finger davon gelassen, aber dann war ich im Thalia, hatte einen Gutschein in der Hand und konnte nicht gegen meine innere Neugier standhalten. Daher habe ich mir "Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen" von Thomas Sünder gekauft (und es noch am selben Tag durchgelesen, da kenn ich ja nichts.)
Worum gehts? Ein Hochzeits DJ berichtet aus seiner Sicht über Hochzeiten und verteilt viele Tipp und Ratschläge. Das ganze ist in sechs große Teile gegliedert.
Warum dieses Buch? Ganz ehrlich? Wegen dem Namen. Ich habe nämlich auch so eine schwierige Tante Inge, die eigentlich gar keine richtige Tante von mir ist. Gibts sojemanden eigentlich in jeder Familie? Bei mir stand nie zur Debatte, dass ich sie einlade, aber dennoch hat mich die Verbindung direkt magisch angezogen.
Wie hats gefallen? Es ist ein sehr durchwachsenes Buch. Also ich habe insgesamt so vier oder fünf gute Ansätze aufgenommen, was für ein ganzes Buch recht wenig ist. Teilweise ist es auch amüsierend geschrieben, aber manchmal nervt es einfach nur. Der DJ hat nämlich seinen eigenen Blick auf Hochzeiten, bei dem die Musik im Mittelpunkt und das Kleid der Braut schonmal unwichtig sein kann. Na ja. Er denkt schon irgendwie das er der Beste ist und alle Hochzeiten grandios werden, solang er am Start ist. Dinge wie individuelle Pärchen und Romantik sind ihm leider fremd. Im Mittelpunkt steht seine Party. Nun ja.
Weiterempfehlung? Jaein. Das muss wirklich jeder selbst entscheiden. Es liest sich sehr flüssig und macht hier und da auch Spaß, aber man sollte nicht zu viel erwarten.

So, ich hole langsam auf mit meiner Berichterstattung.
Und jetzt noch eine Kleinigkeit fürs Auge. Unsere Save-the-Date Karten. 100%ig selbstgemacht, mit eigenem Fingerabdruck und viel Liebe.

Ich liebe Stempel!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar :)