Freitag, 6. Juni 2014

Sie fliegt davon, die Zeit

Minuten, die sich wie Jahre ausdehnen. Monate, die im Augenblick eines Wimpernschlags vorbeirauschen. Und ich mitten dazwischen. Ihr kennt das. Jeder Mensch kennt das.
In der letzten Woche war ich im Allgäu und an der Nordsee. Zwei verschiedene Facetten von Deutschland. Ich habe neues gesehen und gestaunt und spielte in den Geschichten mit, die ich später meinen Kindern erzählen kann. Sowas ist mir wichtig. Auf der anderen Seite wollte ich nach diesen aufregenden Tagen nichts weiter als einen Couch-Tag. Mit Serie schauen und so. Und auch dieser Tag verging im Flug. Es ist nicht möglich jeden Tag voll aufs Gas zu drücken. Manchmal muss es reichen der Beifahrer zu sein. Und gelegentlich wird man auch im Stillstand verharren, das ist ok, solang es irgendwann weitergeht.

Und manchmal verschwimmt alles, wie im Nebel.
Dieses Jahr ist für mich besonders bedeutungsvoll. Ich will heiraten, meine Masterarbeit schreiben, einen Job suchen und eventuell ziehen wir sogar um. Das ist ziemlich viel für ein kleines Jahr. Und deshalb habe ich manchmal das Gefühl, dass mir die Zeit davonfliegt. Obwohl ich auf der anderen Seite so viel Zeit wie noch nie in meinem Leben habe. Keine festen Seminarzeiten mehr (außer eins), alle Zeit kann frei eingeteilt werden. Doch das stellt sich für mich wahrlich als Problem heraus, denn ich funktioniere am besten unter Druck. Deshalb fehlt hin und wieder der Antrieb, das führt zu Schuldgefühlen und am Ende hat man nichts, außer sehr viel weniger Zeit.

Die Tür zur Welt steht offen.
Dazu gesellt sich eine weitere Hürde, viele der Pläne und Aufgaben sind so unklar. Über welches Thema sollte ich am besten meine Masterarbeit schreiben? Von meiner letzten Idee war der Dozent nur mittelmäßig begeistert. Welchen Job suche ich (und wo findet der bald-Ehemann einen Job aka wo muss ich suchen)? Wird es erstmal nur auf unbezahlte Praktika hinauslaufen? Und wie wird das Wetter am Hochzeitstag? Fragen, die mehr oder weniger wichtig und mehr oder weniger bedeutungsvoll sind. Und dennoch beschäftigen mich alle von ihnen. Und manche führen dazu, dass ich in Schockstarre verfallen, vor Angst einen Fehler zu begehen oder nicht weiter zu kommen. Doch das kostet nur Zeit. Diese verfliegt währenddessen. Deshalb werde ich mich nun bewegen müssen, handeln, nicht warten, denn nur das kann mich voran bringen.

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