Donnerstag, 17. Juli 2014

Das Wissen was kommt

Vor einigen Monaten habe ich beschlossen mich eingehend mit der Serie "Greys Anatomy" auseinanderzusetzen. Mittlerweile haben sich die meisten Hauptdarsteller verabschiedet, neue sind hinzugekommen und ich befinde mich in Staffel 10. Als ich mich für diese Serie entschied (Sixx brachte mich übrigens drauf) ging ich fest davon aus, dass ich sie von vorn bis hinten durchsehen könnte. MIT ENDE. Das stellte sich jedoch als Wahnvorstellung raus, anscheinend sind die Macher nicht Willens diese Serie jemals zu beenden. Als ich das mitbekam war es leider schon zu spät.
Und nun stehe ich kurz vor dem Ende. Das versetzt mich in Unruhe und führt mich zur These des Tages: jeder Mensch will wissen wie es ausgeht. Sei es in Serien oder im wahren Leben, man kann nicht loslassen und muss den Abschluss erfahren.
Als gutes Beispiel dient nicht nur meine persönliche Sucht nach guten Serienfinalen, sondern auch das wahre Leben. Ich lehne mich wahrscheinlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass kaum einer mit all seinen Facebook-Freunden befreundet ist. Manche von denen kann man schlichtweg nicht einmal leiden, alte Klassenkameraden, die einem schon immer irgendwie suspekt vorkamen. Dennoch kann man es nicht lassen, muss wissen wer wann heiratet, Kinder wirft oder das Studium schmeißt. Man muss einfach wissen was aus ihnen wird (und - Hand aufs Herz - nicht immer hofft man das Beste).
Alles was in Erfahrung kommt wird genaust analysiert und kritisiert. Das Serienfinale kann gar nicht zufriedenstellend sein, genauso wenig wie das Leben der ehemaligen Klassenkameradin. Und warum? Weil man es selbst immer besser könnte. Niemals wird es ein wirklich gutes Ende für eine Serie geben, weil wir selbst es hier und da einfach anders wollten. Und wenn die Serienmacher uns kein Ende schenken, dann hassen (obwohl Hass vielleicht ein wenig überdramatisiert ist) wir sie dafür umso mehr.

Kommentare:

  1. Fräulein, hättest du mal die Grey's-Anatomy-Expertinnen in deinem Freundeskreis gefragt, hättest du erfahren, dass die Serie noch läuft - und das vermutlich noch ewig und drei Tage.

    Ob ich dir voll und ganz zustimme, dass jeder das Ende von allem (und jedem) wissen will, weiß ich gar nicht ... Immerhin habe ich einige Serien angefangen (und teilweise sogar mehrere Episoden/Staffeln durchgehalten), die ich einfach abbrach, weil ich das Ende null interessierte. (Game of Thrones, The Walking Dead, Pretty Little Liars ...)
    Andererseits erkunde ich mich schon hin und wieder, was da Stand der Dinge ist (sprich: Wer ist tot, Zombie oder A?) ... also möchte ich doch eigentlich wissen, was Sache ist. Nur mitfiebern, das will ich beim besten Willen bei keiner dieser Serien. Grey's gucke ich mittlerweile ziemlich aus Gewohnheit und vermisse die "alte" Meredith ein wenig.

    Ich hasse übrigens leidenschaftlich: die Drehbuchautoren von Friends für diese bescheuerte Joey-Rachel-Geschichte, die von How I Met Your Mother für das Ende ... und Bier.

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    1. Das nächste Mal weiß ich besser Bescheid. Für kommende Langeweile plane ich nun übrigens Private Practice, die ist meines Wissens abgeschlossen. (Oder droht da auch die böse Überraschung?)

      Gut ich habe auch schon Serien abgebrochen, wenn sie RICHTIG schlecht waren, aber bei den meisten bleibt man dran obwohl die anfängliche Euphorie verschwunden ist - bestes Beispiel, du und Greys.

      Und für deinen Bierhass kann ich nur ganz viel Liebe aussprechen <3 Du hast so Recht!

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