Dienstag, 4. November 2014

Der Anfang - die Trauung

In meinem gesamten Leben habe ich noch nie eine solche Anspannung gespürt. Nervosität, Aufregung, dieses kribbeln im Bauch, willkommen Freunde! Der Bräutigam und meine Mama waren schon vorgefahren, alle Gäste schon versammelt, nur mein Vater und ich fehlten noch. Und das grüne Band - darauf komme ich noch zu sprechen.
Geheiratet wurde auf der Hohen Mühle in dem kleinen Örtchen Uedem, in dem jeder jeden kennt und wir somit schnell Kontakt zu allen Dienstleistern aufnehmen konnte. Mund zu Mund Propaganda! Die Mühle wurde für diesen Tag etwas aufgehübscht, schließlich haben wir nicht umsonst Pompons gebastelt! Die Deko haben meine Eltern am Vormittag angebracht, während der Bräutigam und ich uns fotografieren ließen.



Während mein Vater und ich also die letzten Details perfektionierten (Krawatte binden, Schleier anstecken), waren unsere Gäste schon vollzählig am Trauungsort versammelt. Zeit um endlich loszufahren. Die Fahrt war geprägt von "Nervosität-Pingpong", erst war mein Vater aufgeregt, dann beruhigte er sich und ich nahm die Aufregung an, schließlich, kurz bevor wir die Hohe Mühle erreichten, war das einzig ruhige das Auto selbst.

Nachdem Einzug der Braut mit dem Brautvater - zu dem Lied "Beautiful in White" von Westlife - und der Übergabe an den Bräutigam, ging es los. Die Standesbeamtin redete und ich nahm kaum etwas von dem was sie sagte wahr. War halt alles ein bisschen viel. Ich hatte meine Mühe die Situation zu begreifen, langsam zu schauen wo meine Gäste saßen und mir immer wieder bewusst zu machen, was für ein toller Mann da neben mir sitzt. 







Nachdem mein Mann und ich uns das Ja-Wort gegeben haben, ließen wir die Ringe auf einem grünen Band, das zwischenzeitlich verschwunden, dann aber doch wieder aufgetaucht war, von Gast zu Gast reichen, damit jeder uns Wünsche mit auf den Weg geben kann. Es war total berührend, denn wie ich feststellte war meine gesamte Familie im Tal der Freudentränen, was mich schließlich auch zu Tränen rührte. Die vielen Wünsche - die von dem der Großteil der Gäste zu unserer Freude laut ausgesprochen wurden - waren herzerwärmend. Danach haben wir uns die Ringe übergeben.























Dann durften wir uns endlich küssen - das erste Mal als Mann und Frau! Ich denke die Freude steht mir ins Gesicht geschrieben. Die ganze Anspannung war verflogen und übrig war nur noch Glück.

Danach folgte - standesamttypisch - der formale Teil. "Sie müssen jetzt sehr genau zuhören" war das letzte, was ich vernommen habe, danach verabschiedete ich mich innerlich in meine Welt der Glückseligkeit. Dann wurde noch unterschrieben, das erste Mal mit neuer Unterschrift, die ich selbstverständlich vorher geübt hatte. 

Nach der vielen Aufregung ging es hinaus, in ein Traum voller Seifenblasen. Hach wie schön!


Die Trauung ist vorbei, wir sind nun offiziell Mann und Frau! Doch das war noch lange nicht alles. Bald schon folgt der zweite Teil.
Alle Bilder sind von Oui-Fotografie Liane Maas.


1 Kommentar:

  1. Ihr seht so wundervoll glücklich aus! Mir gefällt das Detail mit dem Taschentuch für Freudentränen sehr - vielleicht merke ich mir das, bis ich irgendwann selbst mal dazu komme, zu heiraten.

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